Leuchtende Nachtwolken / Noctilucent Clouds




Inhalt / Contents

Englischer Text / English version
Deutscher Text / German version
NLC-Klassifikation / NLC classification (in German)
Querverweise / Links


Noctilucent Clouds 2006

Photos taken on 2006 June 13, 0100-0115 UT from Marquardt, Germany (13.0 deg E, 52.5 deg N)





Noctilucent Clouds: History

Clouds of this unique type have been first reported in 1885 by Backhouse, Jesse and Leslie. Jesse initiated an observing program, including photographic methods. The surprising result was the height of these clouds - they are situated 83 km above the Earth's surface. This value has been confirmed for NLC ever since. Still there are several aspects of the NLC which are not yet understood. For example, there seem to be relations to the
Polar Mesospheric Summer Echoes (PMSE). More information about this phenomenon can be found here


Occurrence of Noctilucent Clouds

NLC can be observed between mid May and mid August in the northern hemisphere when the Sun ist between 6 and 16 degrees below horizon. More details are given at at Tom McEwan's NLC page. There you also find a summary of recent NLC observations.
Other information on NLC and related phenomena, such as Polar Mesospheric Summer Echoes (PMSE), is available from a page of the Swedish IRF..
Furthermore, there are NLC report summaries from observers of the AKM in 1995, 1996 and 1997
The past NLC-seasons were rather short. They started only in mid-June while in some years NLC were seen as early as end May or so. Normally the NLC season lasts until about mid-August.
Although the statistical data for NLC is rather poor (only sightings are reported in most data bases while clear nights with no NLC displays are not recorded), the low number of NLC in the past years can hardly be explained by bad conditions or by accident. In the summer period 2006 we already saw a number of good NLC displays in the first half of June. The photos shown above are from the current NLC season, taken from Marquardt, near Potsdam, Germany, on 2006 June 12.
Further images of NLC can be found e.g. on the NLC page of the Fachgruppe Atmosphärische Erscheinungen or in the "Karlsruher Wolkenatlas".

Other atmospheric optical phenomena are also collected in Bernhard Mühr's cloud atlas, for example various halo forms, twilight phenomena, a fogbow ...




Historisches

Die ersten Berichte über diese `silbrig-glänzenden', `nacht-leuchtenden' Wolken stammen aus dem Jahre 1885 von Backhouse, Jesse und Leslie. Obwohl es keine (selbst) leuchtenden Wolken sind, wurde der Begriff `Leuchtende Nachtwolken' - englisch: Noctilucent Clouds, abgekürzt NLC - als Fachbegriff verwendet. Es scheint kiene früheren Notizen über diese oder verwandte Wolken zu geben. Wenn sie gesehen worden wären, gäbe es sicher auch Aufzeichnungen darüber, denn alle besonderen Dämmerungs- und Wolkenerscheinungen wurden ziemlich sorgfältig dokumentiert. Nach dem gigantischen Vulkanausbruch des Krakatau in der Sundastraße im Jahre 1883 wurden außergewöhnliche Dämmerungsfarben beobachtet. Die silbrigen Wolken in fortgeschrittener Dämmerung wurden aber erst 1885 bemerkt.
Jesse initiiterte nach seiner Beobachtung umgehend ein Programm, das unter Verwendung fotografischer Methoden Angaben über die Höhe und Verlagerung der Wolken geben sollte. Eines war aufgrund der Sichtbarkeitszeit sofort klar: Die Wolken mussten in sehr großer Höhe sein. Als überraschendes Ergebnis der Mehrstations-Beobachtungen, die besonders im Potsdam-Berliner Raum stattfanden, ergab sich die außergewönliche Höhe von 83 km! Ein Wert, der sich weder innerhalb einer Saison noch über längere Zeit veränderte.
Obwohl es Beobachtungen von NLC seit über 100 Jahren gibt, sind noch immer einige Aspekte der physikalischen Vorgänge in der Mesopausenregion unklar. Beispielsweise gibt es offenbar Relationen zu den
Polaren Mesosphärischen Sommer Echos (PMSE). (Weitere Informationen über dieses Phänomen sind an dieser Stelle zu finden.)

Sichtbarkeit

Aufgrund der großen Höhe von 83 km können NLC im Zeitraum von Mai bis Mitte August auf der Nordhalbkugel beobachtet werden, und zwar wenn die Sonne zwischen 6 und 16 Grad unter dem Horizont steht. Bei geringerer Sonnentiefe ist der Himmel zu hell, so dass die vertikal äußerst dünnen Wolken (etwa 100 Meter) gegen den hellen Hintergrund nicht erkennbar sind. Wenn die Sonne weiter als 16 Grad tief steht, werden die Wolken im Sichtbereich des Betrachters nicht mehr vom Sonnenlicht getroffen. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass NLC in der Nähe des Nordhorizontes 500 km oder mehr vom Beobachter entfernt sind.
Englischsprachige Informationen zu NLC findet man auf Tom McEwans NLC-Seite. Tom sammelt auch jeweils aktuelle Einträge aus der laufenden Saison.
Einige Listen von NLC-Beobachtungen des AKM sind ebenfalls verfügbar: 1995, 1996 and 1997
Die oben gezeigten Fotos stammen aus der laufenden Saison 2006, aufgenommen von Marquardt (nördlich von Potsdam auf 13 Grad Ost, 52.5 Grad Nord).
Weitere Bilder von NLC sind z.B. enthalten im "Karlsruher Wolkenatlas" wie auch auf der Seite der Fachgruppe Atmosphärische Erscheinungen (Archiv sowie Details zu NLC am 15. Juni 1998).

AKTUELLE NLC-BEOBACHTUNGEN 2006

1998-2003 waren im Vergleich zu den Jahren davor relativ wenige NLC sichtbar. Im Sommer 2003 gab es gute Beobachtungsreihen, doch traten die frühesten NLC erst im Juni auf und noch vor Ende Juli gab es schon die letzte Sichtung von Mitteleuropa aus - eine sehr kurze Periode mit NLC. 2004 waren mehr NLC von Mitteleuropa aus sichtbar, doch mit Ausnahme der Nacht 29./30.7. war die Saison schon Mitte Juli beendet. Auch 2005 war die Periode mit NLC nicht sehr ausgedehnt. 2006 waren bereits in der ersten Junih&aulm;lfte auffallende NLC beobachtbar.
Das letzte Junidrittel und Anfang Juli sind statistisch stets die Zeiten mit der größten NLC-Häufigkeit gewesen.
Aktuelle Zusammenstellung von Sichtungen der laufenden Saison




International gebräuchliche NLC-Klassifikation und gewünschte Angaben






Links:

NLC-Seite /NLC page - Fachgruppe Atmosphärische Erscheinungen
Tom McEwan's NLC page
'Weltraumwetter' / Space weather
Sonnendaten / Solar data



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