NBODY-Projekt in Edinburgh - im Rahmen von HPC-Europa

Simulationen von Sternhaufen mit NBODY6(++)

[Sternhaufen - Simulation]
Ein simulierter Kugelsternhaufen
nach 12 Gyr.
Nachdem ich die letzte Prüfung meines Physik-Studiums glücklich überstanden hatte, war es Zeit für neue Herausforderungen. Für ein paar Monate machte ich einen Exkurs in die spannende Welt der Sternhaufen in Schottland. Ja, natürlich gibt es keine echten Sternhaufen in Schottland, aber virtuelle: im Computer! Genauer: Ich wollte mit den Programmen NBODY6 (Sverre A. Aarseth) und NBODY6++ (Rainer Spurzem) Sternhaufen simulieren und deren Eigenschaften untersuchen.
Ich bewarb mich erfolgreich im Rahmen des EU-geförderten HPC-Europa-Programms für einen Forschungsaufenthalt in Edinburgh (Schottland), wo durch Rainer Spurzem schon Kontakte mit einem Experten auf diesem Gebiet bestanden: Douglas C. Heggie.

Für drei wunderbare Monate (Februar - April 2005) voller neuer Erfahrungen arbeitete ich zusammen mit Douglas Heggie (und Rainer Spurzem) an der Simulation von Kugelsternhaufen mit NBODY6(++) in Edinburgh, mit hilfreicher Unterstützung durch das Edinburgh Parallel Computing Centre (EPCC) und HPC-Europa.
Wir suchten nach geeigneten Anfangsbedingungen, um einen Sternhaufen wie M4 im Sternbild Skorpion simulieren zu können - mit Sternentwicklung und 50% Doppelsternen. Besonders interessant war der Aspekt der Doppelsterne: Wie hoch ist der Anteil von Doppelsternen nach 10 oder 12 Gyr Entwicklung? Welche Massen haben sie, wo ordnen sie sich an, wie sieht die Verteilung ihrer Exzentrizitäten und Umlaufzeiten aus?

Näheres erfahren Sie hier, in meinem Projektbericht, der an die EU weitergeleitet wurde:

Projektbericht (pdf [129 kB])

Für mehr Details wenden Sie sich bitte direkt an mich, am einfachsten per email.

[Ich in Schottland]
Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Edinburgh, habe nicht nur arbeiten können, sondern auch Land und Leute kennengelernt. Ich kann nur jedem, der für seine Arbeit Hochleistungsrechner benötigt, empfehlen, sich für ein HPC-Europa-Projekt zu bewerben! Es lohnt sich auf jeden Fall!

Hier gibt es noch etwas mehr Informationen zum Thema: