Technologietransfer in der Spektroskopie
Mit einer Abschlusspräsentation am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) endet am Montag, dem 9. Juli 2012, das diesjährige Ringlabor Gründungsmanagement. Ab 12 Uhr werden Studierenden-Teams der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) ihre Verwertungskonzepte für neuste technologische Entwicklungen auf dem Gebiet der Spektroskopie vorstellen. Mögliche Einsatzgebiete liegen beispielsweise in der Medizin, Chemie oder auch den Geowissenschaften.
Das gemeinsame Projekt der BTU, des AIP und des Brandenburgischen Instituts für Existenzgründung und Mittelstandförderung (BIEM e.V.) bietet Studierenden die Möglichkeit, sich praxisnah mit Fragen und Problemstellungen aus dem Bereich Technologietransfer auseinanderzusetzen. Leitend ist dabei die Frage, wie innovative Technologien aus Einzelwissenschaften in anderen Kontexten effektiv und sinnvoll eingesetzt werden können.
Ideengeber und Ansprechpartner für die Teilnehmer des Ringlabors ist in diesem Jahr das dem AIP angegliederte Zentrum innoFSPEC (Innovative faseroptische Spektroskopie und Sensorik). Zusammen mit der BTU wurde für das aktuelle Ringlabor das Leitthema „Multiplexe Spektroskopieverfahren“ ausgerufen. Mithilfe von Projektsteckbriefen haben die Studierenden innovative Ansätze für Verwertungsmodelle im Rahmen eines Businessplans entworfen, die von Lizenzierungskonzepten über Spin-Offs bis hin zu Industrie- und Forschungskooperationen reichen. Die Präsentationen werden abschließend von einem ausgesuchten Gremium auf ihre Innovationskraft und ihr Realisierungspotential hin bewertet und auch beim diesjährigen Businessplanwettbewerb Berlin-Brandenburg eingereicht.
Kontakt innoFSPEC: Marvin Stolz, E-Mail: mstolz@aip.de, Tel.: 0331 7499658
Presse-Kontakt: Kerstin Mork, E-Mail: presse@aip.de, Tel.: 0331 7499469
Über innoFSPEC
Grundlagenforschung und innovative Technologielösungen für Fasersensorik und Vielkanalspektroskopie sind die Mission von innoFSPEC Potsdam. Das Zentrum hat die Vision, weltweit führend in der Entwicklung und Anwendung von innovativer Photonik für dieses Gebiet zu werden. innoFSPEC Potsdam vereint die Kompetenzen neuer chemischer Analyseverfahren mit hochleistungsfähiger Multiobjekt-Vielkanalspektroskopie und setzt methodisch auf der stürmischen Entwicklung der Photonik auf. Neben der Grundlagenforschung selbst betreibt innoFSPEC Potsdam die aktive Förderung von Technologietransfer, Lehre, Netzwerkbildung sowie regionale und internationale Kooperationen mit Industrieunternehmen und Forschungsinstitutionen.
Über das AIP
Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von Forschungstechnologie in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten.