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Der Potsdam Multi-Aperture Spektrophotometer (PMAS)

Seit seiner Inbetriebnahme 2001, ist PMAS, der Potsdam Multi-Apertur Spektrophotometer, welcher vollständig am AIP entwickelt wurde, im regulären Einsatz am Calar Alto 3.5m Teleskop. Dort ist PMAS eines der am stärksten nachgefragten Instrumente der internationalen Nutzer-Gemeinschaft. PMAS ist ein Spektrograph mit zwei Integral-Feldeinheiten (IFUs) und einer optimierten Optik für den gesamten Wellenlängenbereich zwischen 350 und 900 nm. Über die Jahre wurde PMAS kontinuierlich verbessert (z.B.  größerer Detektor, neues Dispersionsgitter, ein Polarimetrie-Modus) und auch als Experimentier-Plattform für neue Technologien (nod-und-shuffle Technik, Fabry-Perot Etalon, Superkontinuums-Lichtquelle) benutzt.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Innovationskompetenz innoFSPEC-Potsdam wurde ein neuartiger Laser-Frequenz-Kamm mit PMAS getestet. Dieser Frequenz-Kamm generiert ein regelmässiges Emissionslinienspektrum, welches eine genauere Wellenlängeneichung des Spektrographen ermöglichen soll, als die Verwendung von klassischen Spektrallampen.

Ein Großteil der wissenschaftlichen Beobachtungszeit der letzten Jahre war für das CALIFA Programme reserviert. Das Calar Alto Programm-Komitee hat für die Beobachtung von circa 600 Galaxien insgesamt 250 dunkle Nächte bereitgestellt. Damit ist CALIFA die bisher umfangreichste 3D-spektroskopische Galaxien-Durchmusterung und wird fundamentale Fragen der Galaxienevolution adressieren. Das einzigartige PMAS Faserbündel PPak, mit einem Gesichtsfeld von über einer Bogenminute am Himmel, kann die räumlichen Eigenschaften dieser Galaxien effizient kartieren.