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Übersicht |
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Der Einsteinturm ist das erste bedeutende Bauwerk des bekannten Architekten Erich
Mendelsohn. Es wurde in den Jahren 1919 bis 1924 entworfen und
fertiggestellt, wobei der Rohbau bereits seit 1921 besteht.
Es ist eigentlich fraglich, ob es sinnvoll ist, den Einsteinturm
einem architektonischen Stil zuzuordnen. Er wird oft als Vertreter des
"architektonischen Expressionismus" angeführt, dem widerspricht allerdings seine sehr
harmonische Form und auch Mendelsohns eigene Einschätzung. Hier
muss jeder seine eigene Antwort finden.
Ungewöhnlich sind auch die weiteren Umstände: Der
Einsteinturm ist ein Zweckbau, ein
Sonnenobservatorium,
das bis zum zweiten Weltkrieg auch wissenschaftlich das bedeutendste
Sonnenteleskop in Europa war. Der Turm stellt also auch eine der sehr seltenen
Verknüpfungen zwischen Wissenschaft und Kunst da, weil es Mendelsohn gelang,
sowohl die Anforderungen der Wissenschaft als als auch seine eigenen Vorstellungen
von Formgebung zu erfüllen. Durch die Beschäftigung Mendelsohns mit
Einsteins Arbeit wird auch etwas von der aufregenden Entwicklung
der modernen Physik in den zwanziger Jahren in dem Gebäude eingefangen.
Der Einsteinturm wurde ab November 1997 grundlegend renoviert,
die Wiedereröffnung mit einem Festakt fand am 1. Juli 1999 statt.

Weitere Bilder und Zeichnungen vom
Einsteinturm finden Sie im
Bildarchiv
Der Einsteinturm ist heute ein Teil des
Astrophysikalischen Institut
Potsdam; das übrige Gelände auf dem Telegrafenberg wird
zum größten
Teil vom Geo-Forschungszentrum
Potsdam
und anderen Instituten der Klima-, Polar- und Meeresforschung genutzt.
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| Besuch |
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Der "Wissenschaftspark Albert Einstein" ist tagsüber für
Besucher geöffnet, Gäste müssen sich am Eingang kurz
anmelden. Eine Außenbesichtigung des Turmes ist jederzeit
möglich und sehr empfehlenswert.
Der Besuch des Inneren ist nur von Oktober bis März möglich,
da das Observatorium in den Sommermonaten in ständiger Benutzung
für aktuelle Forschungsaufgaben ist.
Generell kann eine Innenbesichtigung nur im Rahmen von Führungen
erfolgen. Dabei werden Einzelheiten zum Gebäude, zum Teleskop und
zu den gegenwärtigen Aufgaben erläutert.
Führungen
mit Vortrag werden in der Regel durch die Urania Potsdam
organisiert.
Interessenten wenden sich bitte an:
Urania-Verein
"Wilhelm Foerster" e. V.
Gutenbergstr. 71/72
14467 Potsdam
Telefon (0331) 291741.
Fax (0331) 29 36 83
EMail:
verein@urania-potsdam.de
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Zahl der
Besucher begrenzen müssen. Das Gebäude ist als
Observatorium konzipiert und nicht für große Gruppen
geeignet. Darüber hinaus macht die im Inneren offene Bauweise
die optischen Instrumente sehr empfindlich gegen Staub und Feuchtigkeit.
Eine Anmeldung für alle Urania-Veranstaltungen
ist daher unbedingt erforderlich!
Einzelne weitere Vereinbarungen sind durch Vermittlung der Urania
in begrenztem Umfang möglich.
Eine Broschüre über die Renovierung des Einsteinturmes
ist für 3,75 Euro erhältlich; der Erlös kommt
der Instandhaltung des Turmes zugute.
Der Große
Refraktor ist 2005 restauriert aus Jena zurückgekehrt und
am 31.5.2006 an seinem Standort wiedereingeweiht worden. Jetzt steht er für
unsere Besucher als wissenschaftlich-technisches Denkmal und für
Beobachtungsabende bereit.
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