Johann-Wempe-Preis 2004
an Dr. Isabelle Baraffe und Prof. Dr. Gilles Chabrier
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Zu Ehren des letzten Direktors des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, Prof. Dr. Johann Wempe (1906-1980), vergibt das Astrophysikalische Institut Potsdam den Johann-Wempe-Preis an hervorragende Wissenschaftler. Der diesjährige Wempe-Preis geht zu gleichen Teilen an Dr. Isabelle Baraffe und Prof. Dr. Gilles Chabrier (École Normale Supérieure de Lyon) für ihre herausragenden theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklung von massearmen Sternen, Braunen Zwergen und extrasolaren Gasplaneten. Der Beitrag der beiden Preisträger zur Physik dieser Objektklassen bezieht sich dabei sowohl auf deren innere Struktur als auch auf deren äußere kühle Atmosphäre. Erstmals stehen nun realistische Entwicklungsmodelle - insbesondere von jungen Sternen - zur Verfügung, die durch photometrische und spektroskopische Beobachtungen überprüft werden können. Ohne diese Entwicklungsmodelle wären einige neuere Beobachtungen - sei es mit dem Hubble Space Telescope oder mit dem Very Large Telescope der ESO - nicht interpretierbar. Die wissenschaftliche Wechselwirkung der Preisträger mit den Potsdamer Sternforschern wird sich auch für einige Projekte des AIP als nützlich und fruchtbar erweisen, beispielsweise für spektroskopische Untersuchungen stellarer und substellarer Objekte mit dem Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona sowie mit dem robotischen Teleskop STELLA auf Teneriffa. [Bilder von der Veranstaltung] Der Preis wird aus Mitteln finanziert, die Johann Wempe hinterlassen hat. Der Preis besteht in einer Einladung zu einem mehrmonatigen Gastaufenthalt am Astrophysikalischen Institut Potsdam mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Der Preis kann sowohl an jüngere Wissenschaftler, die bereits mit bemerkenswerten Leistungen hervorgetreten sind, als auch an erfahrene Wissenschaftler in Würdigung ihres Lebenswerkes verliehen werden. Der Johann-Wempe-Preis wurde erstmals im Jahr 2000 vergeben. Bisherige Preisträger waren Dr. Tom Abel (Penn State Univ.) und Dr. Russell D. Cannon (Anglo-Australian Obs. Sydney). Programm am 8. Oktober 2004
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Dr. Isabelle Baraffe
Prof. Dr. Gilles Chabrier |
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