Förderverein

Großer Refraktor Potsdam e.V.


Am 19. März 1997 konstituierte sich der Förderverein Großer Refraktor Potsdam e.V., um den seit 1968 stillgelegten Großen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg vor dem fortschreitenden Verfall zu retten. Als Ziel setzte er sich, das mitsamt seinem Kuppelgebäude seit 1983 unter Denkmalschutz stehende Fernrohr in seiner Funktionalität wiederherzustellen, um es einer breiten Öffentlichkeit als erlebbares wissenschaftlich-technisches Denkmal der feinmechanisch-optischen Industrie im ausgehenden 19. Jahrhundert und der Anfänge der jungen astrophysikalischen Forschung vorführen zu können.

Als erster Schritt zu seiner Wiederbelebung wurde der Große Refraktor aus Anlass seines 100-jährigen Jubiläums am 26. August 1999 mit Sondermitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und durch Spenden, die der Förderverein eingeworben hatte, äußerlich entrostet und mit einem dem Originalfarbton angepassten Schutzanstrich versehen. Für die Wiederherstellung der Mechanik und der Optik reichten aber die vorhandenen finanziellen Mittel nicht aus, so dass das Teleskop immer noch ein nicht vorführbares Schauobjekt blieb.

Die entscheidende Phase in der Wiederherstellung des Großen Refraktors begann im Juli 2001 mit der Errichtung der unter der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stehenden privaten Pietschker-Neese-Stiftung zur Erhaltung und Pflege der ehemaligen Königlichen Observatorien auf dem Potsdamer Telegrafenberg, an derem Zustandekommen der Förderverein maßgeblich beteiligt war. Nach dem Willen der Stifterin flossen die jährlich zur Verfügung stehenden Gelder als Erstes in die Wiederherstellung des Großen Refraktors.

Die Restaurierungsarbeiten wurden der auf feinmechanisch-optische Fertigung spezialisierten Firma 4H-Jena-Engineering übertragen. Sie überführte das Teleskop in ihre Jenenser Werkstätten und setzte es unter Zerlegung in seine Einzelteile mechanisch und optisch von Grund auf instand. Gleichzeitig erfolgte die Reparatur des Dreh- und Öffnungsmechanismus der Kuppel und die Erneuerung ihrer Holzverkleidung an Ort und Stelle in Potsdam. Den krönenden Abschluss bildete die feierliche Wiedereinweihung des Teleskops am 31. Mai 2006.

Der Förderverein setzt sich auch weiterhin für die Belange des Großen Refraktors ein. Er bringt seine fachliche Kompetenz ein, hält das öffentliche Interesse wach, veranstaltet Führungen und Beobachtungsabende für Besucher und wirbt weiter um Spenden, die zur Erhaltung des Großen Refraktors unumgänglich sind.


Aktuelles

Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014, 10-18 Uhr

Zum 16. Mal in Folge war der Große Refraktor in Potsdam auf dem Telegrafenberg für den diesjährigen Tag des offenen Denkmals in die bundesweite Liste der Schauobjekte aufgenommen worden. Mitglieder des Fördervereins standen zur Beantwortung von Fragen bereit. Poster, Filme und Bildfolgen erzählten von der Restaurierung des Großen Refraktors. Um 10:15, 12:15, 14:15 und 16:15 Uhr begannen am Eingang des Refraktorgebäudes Führungen zu den ehemaligen Gebäuden des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam (AOP). Der Spaziergang endete in dem imposanten Kuppelraum mit der Vorführung des Refraktors, der Kuppel und der Beobachterbühne. (s.a. Foto) An diesem Tag wurden 354 Besucher gezählt.
(s.a. Programm Potsdam, Der Große Refraktor oder Das Programmheft ERLEBNIS DENKMAL.)



Zur Geschichte


Foto: R.Arlt

Einige technische Daten

Einige wissenschaftliche Ergebnisse

Veröffentlichungen zum Großen Refraktor:



Bildergalerie

In unserer Bildergalerie sammeln wir Fotos und Zeichnungen, die mit dem Großen Refraktor in Verbindung stehen.

Jubiläumswochenende am Großen Refraktor 3. März 2007

Sein 10jähriges Bestehen beging der Förderverein Großer Refraktor Potsdam e.V. am Sonnabend, dem 3. März 2007 mit einem nachmittäglichen Tag der offenen Tür am Großen Refraktor und beabsichtigte anschließend eine öffentliche Beobachtung der Planeten Venus und Saturn und der totalen Mondfinsternis in den Nachtstunden von Sonnabend, den 3. März, auf Sonntag, den 4. März.

Leider rissen die Wolken den ganzen Abend über nicht auf und die insgesamt 411 Besucher konnten sich nur an dem schönen Kuppelraum und dem Großen Refraktor erfreuen, der alle Stunde in Bewegung vorgeführt wurde. Die Mondfinsternis mußten wir von Gran Canaria via Internet auf eine große Leinwand holen.
(Bilder von der Veranstaltung)

Höhepunkt 2006

Das Teleskop ist nach seiner im April 2003 begonnenen denkmalgerechten Restaurierung durch die Firma 4H-Jena Engineering am 31. Mai 2006 feierlich übergeben worden. Das Instrument wird seitdem für öffentliche Vorführungen und Beobachtungen genutzt.


Interessante Seiten:

Andere Großteleskope als wissenschaftlich-technische Denkmale:



Pietschker-Neese-Stiftung

Am 17. Juli 2001 ist in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege der Stadt Potsdam unter der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die private "Pietschker-Neese-Stiftung zur dauerhaften Pflege der ehemaligen Königlichen Observatorien für Astrophysik, Meteorologie und Geodäsie auf dem Telegraphenberg zu Potsdam" errichtet worden. Die Kapitalgeberin ist familiär mit der Stadt Potsdam verbunden. Im Andenken an ihren Mann sollte ein wissenschaftlich-technisches Denkmal erhalten und gepflegt werden. Es war daher ihr ausdrücklicher Wunsch, den Ertrag des Stiftungskapitals als erstes für den Großen Refraktor einzusetzen. Als Partner der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Astrophysikalischen Instituts Potsdam, das Verfügungsberechtigter und Bauherr ist, wird der Förderverein auch nach der Wiederherstellung des Großen Refraktors sein Anliegen und Wirken in die Öffentlichkeit hinein tragen und um Sponsoren und Zustiftungen für die bestehende Stiftung werben.


Sponsoren:

Für die Restaurierung des Großen Refraktors sind dem Förderverein bisher Spenden in Form finanzieller und materieller Mittel zugeflossen. Den Sponsoren sei herzlich gedankt.

Dank gebührt auch allen denen, die nach Besuchen der Ausstellung und nach Führungen Geldbeträge überwiesen oder sie in die Spendenbüchse einwarfen.


Wer unser Anliegen finanziell unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto
Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam
Blz. 160 500 00
Kto.-Nr. 350 20 11 809
überweisen.
Als anerkannter gemeinnütziger Verein sind wir berechtigt, eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt auszustellen.



Postadresse:
Förderverein Großer Refraktor Potsdam e.V.
Telegrafenberg A27
D-14473 Potsdam
Germany
Vorsitzender: Dr. Ernst-August Gußmann
Geschäftsführer: Kurt Arlt
Stellv. Geschäftsführer: Dr. Stefan Röser
Schatzmeister: Marie-Luise Strohbusch
Telefon: +49 (0)331 288 2324
Telefax: +49 (0)331 288 2310
Email: Refraktor@aip.de



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Last updated 2010-12-15 by Kurt Arlt