Solar Radio Physics
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last change 2007 March 23, H. Ínel
Solare Radiophysik - Forschungsbereich I en
 
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Radio Observatorium - Geschichte

Frühe Geschichte der solaren Sonnenobservation in Potsdam

In den Jahren 1893 - 1896 versuchten Johannes Wilsing und Julius Scheiner, zwei Wissenschaftler am damaligen Astrophysikalischen Observatorium Potsdam auf dem Telegrafenberg (noch unter seinem Gründungsdirektor Prof. Vogel), Radioemission der Sonne zu finden, ohne allerdings dafür bereits empfindliche elektronische Messgeräte benutzen zu können. Sie machten sich hierfür den sogenannten "Fritter"-Effekt zunutze. Es handelt sich dabei um den spontanen Rückgang des Ohmschen Gleichstromwiderstands einer hoch-Ohmigen Verbindung zwischen zwei metallischen Leitern, wenn die Verbindungsstelle hochfrequenter Radiostrahlung ausgesetzt wird. Im Gegensatz zu anderen frühen Versuchen sind diese Experiment gut dokumentiert. Es wurde in zwei Zeitschriften beschrieben (in den damals sehr renommierten Astronomischen Nachrichten 1896; und in Wiedemanns Annalen, ebenfalls 1896).


Eine Zeichnung des Instrumentes von W.Voigt (siehe auch "Die Sterne, 65.Band, Heft 4, S.251-252").
Das " ... erste ordentlich veröffentlichte Experiment in der Radioastronomie..." (W.T. Sullivan III, in Classics in Radio Astronomy, Reidel Dordrecht, 1982, S. 145) ist in der englischen Übersetzung aus den Annalen der Physik und Chemie 59, S. 782-792 (1896) in W.T. Sullivan III (1982, S. 147-157) verfügbar.