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Das Ereignis wurde auch mit dem grossen Turmteleskop des Einsteinturms in Potsdam beobachtet - etwas ungünstig beeinflusst durch Wolkenschleier und starke Luftunruhe im 'allseitig' geöffneten Teleskop. Rechts sind mehrere Bilder des Merkurscheibchens vor der Sonne dargestellt. Im Vergleich dazu sind links einige Beobachtungen von Sonnenflecken, die in den letzten Tagen bzw. während der Merkurpassage mit dem Turmteleskop gewonnen wurden, gezeigt. Ein Vergleich der beiden Aufnahmen vom 05. und 07. Mai lässt auch die Veränderungen eines dieser Flecken innerhalb von 2 Tagen erkennen. Die Länge des kleinen Balkens in der Abbildung links unten entspricht ca. 12750 km (Erddurchmesser).
Die Genauigkeit von Sonnenbeobachtungen wird durch die atmosphärischen Bedingungen am Beobachtungsort (Streulicht) und die Parameter und Güte des benutzten Teleskopes bestimmt. Ereignisse wie die Merkurpassage können genutzt werden, um wichtige Hinweise auf solche Einflüsse zu erhalten. Da der Durchmesser und die Helligkeitsverteilung des Merkurscheibchens genau bekannt sind, können aus der gemessenen Verteilung die Eigenschaften der Verfälschungen bestimmt werden und dann zur Korrektur von beobachteten (und unbekannten) Verteilungen der Helligkeit in Sonnenflecken herangezogen werden.
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