Der 1899 eingeweihte Potsdamer Große Refraktor ist das viertgrößte Linsenteleskop der Welt und ein bedeutender Zeuge der feinmechanisch-optischen Fertigung der frühen astrophysikalischen Forschung an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ziel des Fördervereins ist es nach der Restaurierung des Refraktors, das unter Denkmalschutz stehende Teleskop in seiner Funktionalität und Bedeutung für die Potsdamer Astrophysik einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Zum 11. Mal in Folge war der Große Refraktor in Potsdam auf dem Telegrafenberg
für den diesjährigen
Tag des offenen Denkmals in die bundesweite Liste der Schauobjekte
aufgenommen worden. Mitglieder des Fördervereins standen zur Beantwortung von
Fragen bereit. Poster, Filme und Bildfolgen erzählten von der Restaurierung
des Großen Refraktors. Um 10:15, 12:15, 14:15 und 16:15 Uhr begannen am
Eingang des Refraktorgebäudes Führungen zu den ehemaligen Gebäuden des
Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam (AOP). Der Spaziergang endete
in dem imposanten Kuppelraum mit der Vorführung des Refraktors, der Kuppel
und der Beobachterbühne.
An diesem Tag wurden 565 Besucher gezählt.
(s.a.
Programm Potsdam, Der Große Refraktor oder
Das Programmheft ERLEBNIS DENKMAL.)
Zum 100. Todestag im Jahr 2007 des ersten Direktors des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam,
Hermann Carl Vogel, erinnern wir an seine bahnbrechenden Leistungen in der Astrophysik
sowie an sein entscheidendes Wirken für das Konzept und den Bau des Großen Refraktors
auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Über viele Jahrzehnte hat das Instrument,
das 2006 in seinem nahezu originalen Zustand wiederhergestellt wurde, die Wissenschaftsgeschichte
des Instituts wesentlich bestimmt.
(s.a. G. Scholz: Zum 100. Todestag von Hermann Carl Vogel)
Sein 10jähriges Bestehen beging der Förderverein Großer Refraktor Potsdam e.V. am Sonnabend, dem 3. März 2007 mit einem nachmittäglichen Tag der offenen Tür am Großen Refraktor und beabsichtigte anschließend eine öffentliche Beobachtung der Planeten Venus und Saturn und der totalen Mondfinsternis in den Nachtstunden von Sonnabend, den 3. März, auf Sonntag, den 4. März.
Leider rissen die Wolken den ganzen Abend über nicht auf und die insgesamt 411 Besucher konnten sich nur an dem schönen Kuppelraum und dem Großen Refraktor erfreuen, der alle Stunde in Bewegung vorgeführt wurde. Die Mondfinsternis mußten wir von Gran Canaria via Internet auf eine große Leinwand holen.
Der
erfolgreiche Abschluss der Restaurierung des Großen Refraktors
und der Kuppel im Jahr 2006 fällt zusammen mit dem 100.
Geburtstag von Prof. Dr. Johann Wempe. In den Jahren nach dem 2.
Weltkrieg war J. Wempe verantwortlicher Mitarbeiter und Direktor des
Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam. Sein fortdauerndes
Bemühen um Ergänzung und Modernisierung der instrumentellen
Ausrüstung des Observatoriums schloss auch den Großen
Refraktor ein. Der Erhaltung der Funktionalität des Instruments
widmete er sich mit viel Engagement, mit den zunehmenden ökonomischen
und wissenschaftspolitischen Zwängen Ende der 60er Jahre des
vorigen Jahrhunderts wurde sein Bemühen jedoch zunehmend
eingeengt und schließlich zum Erliegen gebracht. Nach der
"Wiedererweckung" des Großen Refraktors möchte der
Förderverein an J. Wempe erinnern, dessen leitende
wissenschaftliche Tätigkeit eng mit dem Instrument verbunden
bleibt.
(s.a. G. Scholz: 100. Geburtstag von
Prof. Dr. Johann Wempe)
Das Teleskop ist nach seiner im April 2003 begonnenen denkmalgerechten Restaurierung durch die Firma 4H-Jena Engineering am 31. Mai 2006 feierlich übergeben worden. Das Instrument wird seitdem für öffentliche Vorführungen und Beobachtungen genutzt.

Einige technische Daten
In unserer Bildergalerie sammeln wir Fotos und Zeichnungen, die mit dem Großen Refraktor in Verbindung stehen.
Andere Großteleskope als wissenschaftlich-technische Denkmale:
Am 17. Juli 2001 ist in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege der Stadt Potsdam unter der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die private "Pietschker-Neese-Stiftung zur dauerhaften Pflege der ehemaligen Königlichen Observatorien für Astrophysik, Meteorologie und Geodäsie auf dem Telegraphenberg zu Potsdam" errichtet worden. Die Kapitalgeberin ist familiär mit der Stadt Potsdam verbunden. Im Andenken an ihren Mann sollte ein wissenschaftlich-technisches Denkmal erhalten und gepflegt werden. Es war daher ihr ausdrücklicher Wunsch, den Ertrag des Stiftungskapitals als erstes für den Großen Refraktor einzusetzen. Als Partner der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Astrophysikalischen Instituts Potsdam, das Verfügungsberechtigter und Bauherr ist, wird der Förderverein auch nach der Wiederherstellung des Großen Refraktors sein Anliegen und Wirken in die Öffentlichkeit hinein tragen und um Sponsoren und Zustiftungen für die bestehende Stiftung werben.
Für die Restaurierung des Großen Refraktors sind dem Förderverein bisher Spenden in Form finanzieller und materieller Mittel zugeflossen. Den Sponsoren sei herzlich gedankt.
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Rotary-Club Berlin-Spandau Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam Prof. Peter Brosche, Daun Prof. Hans Ehrenberg, Mainz Siemens AG, Berlin Daimler-Benz GmbH, Ludwigsfelde Prof. Lore Oetken, WildenbruchRolf-Dieter Willach, Tägerwilen (Schweiz) Luz Becker, Paris Johann und Charlotte Czeschka, Potsdam Artur und Deti von Casimir-Ludendorff, München Frank Toussaint, Hamburg Dr. Gerhard Scholz, Potsdam Ulrich Fritz, Schwaikheim Horst und Marie-Luise Strohbusch, Potsdam Dr. Otto Vogt, Tübingen Dr. Klaus Staubermann, Bonn Dr. Ernst-August Gußmann, Potsdam Herbert Einsporn, Berlin-Spandau Prof. Hans-Dieter Haage, Berlin Gerlinde Matthes, Iserlohn Dr. Jan-Uwe Ness, Oxford Regina Boldt, Potsdam Dr. Helmut Domke, Potsdam Edgar und Dr. Marlene Mädlow, Berlin-Spandau Dr. Benno Damm, Bad Liebenwerda Enzo Lung, Berlin Ralf Gehrmann Kurt Arlt, Potsdam Prof. Jörg Albertz, Berlin Prof. Gerhard Ruben, Potsdam Robert Bosch Stiftung, Stuttgart Dr. Gerhard Greiner, Potsdam Prof. Jürgen und Almud Staude, Glindow
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Jutta Guth, Berlin Dr. Jörg Zaun, Berlin Dr. Diethelm Gritzbach, Potsdam Dr. Wolfgang Dick, Potsdam Dr. Ingrid Stammnitz, Berlin Rolf Riekher, Berlin Martin Schuhmacher, Iserlohn Dr. Wolfgang Lohmann, Zeuthen Axel Haiduk, Berlin Dr. Stefan Röser, Potsdam Werner Förster, Nürnberg Hans-Christian Hünerbein, Potsdam Dr. Axel Hofmann, Potsdam Dr. Horst Balthasar, Potsdam Sabine Böhne, Buchholz Dr. Jürgen Rendtel, Potsdam Dr.Schmidt AG, Berlin Johanna Lemke, Berlin Dr. Christa Leitner, Dreieich Volker Blech, Eichwalde Doris Göckler, Potsdam Johanna Lemke, Berlin Christa Herlitz, Berlin Dr.Klaus Arlt, Potsdam Ullrich Motz, Berlin Wolfgang Reinke, Essen Catering Widynski & Roick, Potsdam Bauklempnerei Specht, Zörnigall Restaurierungsbetrieb Hans Karo, Teltow Gabriele und Reinhard Hubel, Blieskastel Prof. Bernhard Hassenstein, Merzhausen Zeitungsverlags-Gesellschaft mbH und Co KG, Potsdam Andrea Schwarzkopf, Kleinmachnow
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Dank gebührt auch allen denen, die nach Besuchen der Ausstellung und nach Führungen Geldbeträge überwiesen oder sie in die Spendenbüchse einwarfen.
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Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam Blz. 160 500 00 Kto.-Nr. 350 20 11 809 |
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Last updated 2010-02-24 by Kurt Arlt