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[Bilder von der Veranstaltung]

Vom 17. bis 21. September veranstaltet das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP) auf
dem Telegrafenberg in Potsdam eine Konferenz zur Astrophysik in der Antarktis (ARENA).
Auf der Konferenz treffen sich Astrophysiker aus aller Welt, die zukünftig von der Antarktis
aus den Himmel erkunden wollen.
Die Antarktis ist für astronomische Beobachtungen sehr gut geeignet, denn sie bietet
Beobachtungsbedingungen, die sonst nirgendwo auf der Erde zu finden sind und weit
kostengünstiger als Beobachtungen im Weltall sind. Damit bietet sie qualitativ und finanziell
den besten Kompromiss zwischen Beobachtungen auf der Erde und im Weltall. Im
antarktischen Winter gibt es eine 4 Monate dauernde, durchgehende Nacht mit einer
einzigartigen Dunkelheit und ohne Störung durch Polarlichter. Es gibt saubere und extrem
trockene Luft, kaum Wind, keine üblichen Tag- und Nacht-Zyklen mit der einhergehenden
periodischen Lufterwärmung, und auch keine Luftverschmutzungen. Der Himmel ist extrem
klar und daher gibt es exzellente Sichtbedingungen. Die großen, flachen Gebiete ermöglichen
den Bau von großen Teleskopanlagen.
Zukünftiger Standort in der Antarktis ist die italienisch-französische CONCORDIA-Station
auf dem Dome C in der Antarktis [siehe Bild 1]. Die CONCORDIA-Station arbeitet bereits
seit 2005 durchgängig das ganze Jahr hindurch. Dies hat den Vorteil, dass es bereits einen
erschlossenen Standort gibt, der außerdem vorteilhaft für astronomische Beobachtungen ist.
Probebeobachtungen werden derzeit vor Ort durchgeführt [siehe Bild 2]. Es gibt eine
Energieversorgung und die Station ist, zumindest nach antarktischen Maßstäben, relativ gut
zu erreichen. Dome C wurde sorgfältig ausgewählt, hier gibt es keine tektonischen
Plattenverschiebungen und keine Gefahr durch abtauendes Eis. Dies ist wichtig für die
Planung großer Teleskopgebäude. Das Projekt ARENA und die Konferenz in Potsdam dienen
der Planung eines Weltklasse-Observatoriums auf der Station auf Dome C.
Zunächst sollen mögliche Projekte, die mit Teleskopen in der Antarktis durchgeführt werden
können, diskutiert und identifiziert werden. Geplante Projekte sind z.B. die Suche nach
extrasolaren Planeten, d.h. Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die um
sonnenähnliche Sterne kreisen sowie die Erforschung der inneren Struktur von Sternen und
die Erstellung von Langzeitstudien zur Sternenaktivität. Doch auch Studien zu jungen
Sternpopulationen in lokalen Galaxien, wie der Magellanischen Wolken, sind geplant und vom
Dome C in der Antarktis ideal durchführbar. Außerdem sollen neue Experimente zur
kosmischen Hintergrundstrahlung durchgeführt werden. Damit sollen wichtige astronomische
Fragen geklärt werden: was ist die dunkle Materie und die dunkle Energie, wie haben sich die
Galaxien geformt und wie ist unsere Milchstraße entstanden?
Für 2012 plant das Astrophysikalische Institut Potsdam ein Teleskop in der Antarktis. Das
International Concordia Explorer Telescope (kurz ICE-T) sucht für das AIP und 6 weitere
beteiligte Institute in Europa und Australien nach extrasolaren Planeten um sonnenähnliche
Sterne, d.h. erdähnlichen Planeten. Gleichzeitig sammelt es für das Alfred Wegener-Institut
Bremerhaven (AWI) auf der Erde atmosphärische Daten.
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Die italienisch-französische CONCORDIA-Station auf dem Dome C in der Antarktis [Foto: K. Agabi]
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Das sogenannte Concordiastro Observatorium. Hier wird mit Hilfe der beiden kleinen
Teleskope in 5 Meter Höhe über Zeiträume von einigen Monaten die Luftunruhe (im
Fachjargon "seeing" genannt) gemessen [Foto: E. Aristidi]
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Ansprechpartner Presse
Frau Shehan Bonatz
Astrophysikalisches Institut Potsdam
An der Sternwarte 16
(0331) 7499 469
Wissenschaftlicher Ansprechpartner
Dr. Hans Zinnecker
(0331) 7499 347
[Pressemitteilung]
[ARENA-Konferenz]
[Astrophysikalisches Institut Potsdam]
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