Olaf Thiede / Jörg Wacker: Chronologie. Potsdam und Umgebung. Die Kulturlandschaft von 800 bis 1918. Brandenburg l Potsdam l Berlin, Potsdam 2007.

Das hier zu besprechende Werk hat in mehrfacher Hinsicht für Aufmerksamkeit gesorgt: 1) ob seines Umfangs von drei Bänden mit insgesamt 1308 Seiten; 2) weil der Ministerpräsident des Landes Brandenburg nicht nur zur offiziellen Präsentation am 6. Dezember 2007 persönlich erschien, sondern sich auch für die Finanzierung dieses mehrbändigen Werkes eingesetzt hat; 3) da die Forschung an dieser Chronologie – so die Aussage des Ministerpräsidenten bei der schon erwähnten Präsentationsveranstaltung – nicht mehr vorbeikomme. Eine solche Einschätzung lässt die Fachwelt aufhorchen, zumal beide Autoren keine Historiker sind. Jörg Wacker beschäftigt sich mit Gartenbaugeschichte und wurde 2004 an der Universität in Potsdam promoviert, so dass ihm im Unterschied zum Maler Olaf Thiede die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens bekannt sein müssten. Die Flut von Beiträgen und Büchern zu historischen Themen aus der Feder von Laien beweist meist das Gegenteil, wodurch Fehler, falsche Zusammenhänge, veraltete Forschungsstände u. v. a. m. verbreitet und die Geschichtswissenschaft und ihre Vertreter letztlich diskreditiert werden. Auch das vorliegende Werk von Thiede und Wacker ist ein Beispiel dafür.

Beide Autoren haben auf mehr als 1000 Seiten Daten und Fakten zur Kulturlandschaft um Brandenburg, Potsdam und Berlin zusammengetragen. Dadurch seien Beziehungen und Tendenzen in größeren Zusammenhängen sowie an den örtlichen Ausprägungen ablesbar und unterschiedliche Fragen ließen sich weitreichend beantworten (S. 8). Genau an diesem Punkt setzt die grundsätzliche Kritik ein, denn der vermeintlich ungewöhnliche methodische Ansatz (ebd.) bietet eben nichts von dem, was Thiede und Wacker dem Leser versprechen. Davon hätten sie sich in der Diskussion mit Fachleuten leicht überzeugen können, doch ihre Konzeption scheint ihnen über jeden Zweifel erhaben gewesen zu sein. Darüber täuschen auch nicht die aufgelisteten Namen der Fachkollegen hinweg, die allenfalls zu Einzelfragen kontaktiert wurden.

Allein die räumliche und zeitliche Gliederung löst Verwunderung aus. Nirgends erfährt der Leser, warum der Raum zwischen Brandenburg, Potsdam und Berlin ausgewählt wurde. Schon hier ahnt man die Dimension der Materialsammlung, die für jede der drei Städte allein kaum zu beherrschen ist. Dass alle drei Orte Residenzen waren, ein immerhin denkbares Kriterium für die räumliche Auswahl, ist – auch wenn wie die Autoren anderes behaupten (S. 8, S. 1080) – schlichtweg falsch. Der Buchtitel gibt die Zeitspanne zwischen 800 und 1918 an. Welches Ereignis um 800 von so grundlegender Bedeutung war, um damit die Chronologie zu beginnen, verraten uns die Autoren nicht. Zur Überraschung des Lesers beginnt die Sammlung dann mit dem Jahr 200 v. Chr. (S. 17). Die Gründungssage von Potsdam setzen die Autoren einfach in die Zeit um 800 (S. 21), was natürlich nicht stimmt! Mit dem Jahr 1918, dem Ende der Hohenzollernherrschaft, zu enden, ist aus Aspekten der dynastischen Gliederung möglich, wird aber in den thematisch angeordneten Kapiteln meist gar nicht durchgehalten. Die Benutzbarkeit des Werkes ist wegen der Vielzahl der dargebotenen Informationen ohnehin schwierig, das fehlende Register macht Quervergleiche weitgehend unmöglich. Unsinnige, mit der Kulturlandschaft nicht zusammenhängende Angaben und vielfache Wiederholungen bei den regierenden Herrschern sorgen eher für Konfusion als für Klarheit. Die thematische Auswahl erscheint oft zufällig: Straßennamen und Bürgerhäuser aus Brandenburg und Berlin fehlen beispielsweise im Gegensatz zu Potsdam. Das chronologisch geordnete Literaturverzeichnis entspricht nicht den üblichen Standards und ist ohne Kenntnis des Erscheinungsjahrs nur mit erheblichem Aufwand benutzbar. Die Problematik des Überlieferungszufalls spielt bei Thiede und Wacker gar keine Rolle. Neben diesen schwerwiegenden Mängeln in Aufbau und Anlage des Buches kommen weitere eklatante inhaltliche Schwächen hinzu. Ihr Material haben Thiede und Wacker fast ausschließlich aus der Literatur gewonnen und nicht, auch wenn sie von Quellen sprechen, aus Urkunden und Archivalien. So werden nicht belegbare Annahmen aus der Literatur unkommentiert wiedergegeben und somit zu „Fakten“ gemacht. In Band 2 heißt es, um 1290 sei eine Lateinschule in Potsdam erwähnt (S. 629). Ein Blick in die Potsdamer Überlieferung hätte beide belehren müssen, dass nach der urkundlichen Ersterwähnung von 993 der nächste schriftliche Beleg ins Jahr 1317 datiert. An diesem Beispiel wird ein weiteres Dilemma sichtbar: Der Nutzer hat keine Möglichkeit, diesen „Fakt“ zu prüfen, der Laie wird ihn gar nicht in Frage stellen, weil er sich auf die Zuver­lässigkeit der Angaben verlässt. Derartige Fehler stellen keine Ausnahme dar, sondern treten durch die fehlende Beherrschung geschichtswissenschaftlichen Handwerkszeugs in allen drei Bänden – zumindest für die Zeit des Mittelalters – permanent auf. Eine oberflächliche Prüfung des Rezensenten ergab eine Fehlerzahl in dreistelliger Höhe! Auch die Auswahl der Bilder ist häufig problematisch. Die Abbildungen der deutschen Könige (S. 25 f.) oder der askanischen Markgrafen von Brandenburg (S. 28) basieren nicht auf zeitgenössischen Vorlagen, sondern entspringen der Phantasie des 19. und 20. Jahrhunderts, wie das Abbildungsverzeichnis belegt. Die Zusammenstellung der mittelalterlichen Bauten ist nur eine rekonstruktive Annäherung, mitnichten ein Zeitkolorit oder gar die Wiedergabe einer zeitgenössischen Vorstellungswelt (S. 9).

Die hier nur stichpunktartig angeführte Auswahl an Schwächen, Mängeln und Fehlern stellt den Wert des Werkes grundsätzlich in Frage, so dass bei der Benutzung der Chronologie größte Vorsicht geboten sein sollte, bei den Angaben zum Mittelalter kann man von ihrem Gebrauch nur dringend abraten. Wenn der Ministerpräsident einem solchen Vorhaben durch sein persönliches Engagement geholfen hat, zeugt das zwar von gutem Willen, aber auch von fehlender Beratung, die von seiten der Universität Potsdam oder der Brandenburgischen Historischen Kommission jederzeit geleistet worden wäre. Das schmerzt umsomehr, als das deutschlandweit hoch anerkannte Branden­burgische Klosterbuch einer solchen Unterstützung des Ministerpräsidenten entbehrte und nur durch das finanzielle Engagement auswärtiger Stiftungen realisiert werden konnte. Olaf Thiede und Jörg Wacker haben sich und der Potsdamer Geschichtsforschung mit der Chronologie keinen Gefallen getan. Auf ein solches Geschenk zum 850jährigen Jubiläum der Mark Brandenburg hätte man gerne verzichtet.

Clemens Bergstedt
Fehlerliste (nicht vollständig)

 

Aus Platzgründen wird in der Auflistung nur die Seitenzahl angegeben und das fehlerhafte Zitat fett markiert. Fehler werden nur in Ausnahmefällen zum besseren Verständnis kurz erläutert, weil sonst ein umfänglicher Kommentarband entstehen würde. Für Hinweise und Zuarbeiten bedanke ich mich bei Prof. Dr. Helmut Assing und Dr. Lutz Partenheimer.

 

 

Bd. 1: Geschichte und Personen

 

S. 18

Nordmark, Mark der Billunger

S. 25

König Heinrich I., Babenberger (auch S. 92, 107, 675, 827)

S. 26

König Lothar III., Welfe (auch S. 92, anders und richtig S. 927)

S. 28

Die regierenden askanischen Markgrafen Otto V., Albrecht III., Otto VI., Konrad, Heinrich, Hermann fehlen

S. 29

Quitzows, Statthalter in der Mark Brandenburg (so auch S. 155-157)

S. 31

929, Havelland, Aufstand der Redarier

948 Ziesar, askanischer Burgward (ab 1175 Brandenburger Bischofssitz)

948/1161 Pritzerbe, askanischer Burgward (Bischofssitz)

1147, Entfernung des slawischen Triglawheiligtums auf dem Harlunger Berg

um 1161, Ziesar, Petrikirche, Burgkapelle für brandenburgische Bischöfe (so auch S. 470)

um 1175-1200, Potsdam, askanische Burg und städtische Siedlung

1196, Brandenburg, Dominsel, Erhebung zum Domkapitel

1197, Plaue, askanische Burg Ersterwähnung (so auch S. 568, anders aber S. 130)

S. 34

ab 1237, Franziskanerkloster in Brandenburg

1237, Cölln/Berlin, offizielles Gründungsdatum (so auch S. 136, S. 337, S. 400, S. 1050)

S. 36

1321-1560, Ziesar, Burg ständige Residenz der Brandenburger Bischöfe (so auch S. 482)

um 1350, Ziesar, Stadtbefestigung mit Stadttoren (so auch S. 550)

S. 42

um 1497, Ziesar, Vorburg der Bischofsresidenz

S. 43

Abbildung der Burg Ziesar um 1470

S. 52

Lateinisches Zitat (popullo) und ungenaue Übersetzung

S. 95

1680, Herzogtum Brandenburg (auch S. 97)

S. 96

Ludwig Schenk von Neuendorf (anders S. 147)

S. 97

1539, Administration des Bistums Brandenburg

1521-26, Dietrich von Hardenberg (evang.)

1546-1560, Joachim von Münsterberg (kathol.)

S. 98

1126, Neubesetzung nach dem Exil

1126-1155, Anselm von Havelberg (auch S. 125)

S. 99

Kloster Lehnin um 1200, Bild von 1914

S. 102

Karl der Große, erster römisch-deutscher Kaiser

S. 108

926, von Rochow, im Gefolge König Heinrichs I. (anders aber S. 400)

928-936, Bernhard, Markgraf der Nord- und Ostmark, v. Anhalt

946, Gründung des Bistums Havelberg (unwahrscheinlich)

S. 109

Gero, ab 944/945 Markgraf der Nord- und Ostmark, v. Anhalt

948-968, Tiethmar von Merseburg, erster Bischof von Brandenburg (unsicher)

953-973, Hermann Billung, Herzog der nördlichen Ostmark

S. 111

968-980, Dodilo, Bischof von Brandenburg (im Exil in Magdeburg)

S. 125

1127, Pribislaw-Heinrich, getauft (so auch S. 334)

S. 127

um 1143, Henning von Rochow, Geheimer Rat, Offizier im Gefolge Albrechts des Bären

um 1150, Jaxa von Köpenick, nach der Taufe Vasall von Herzog Heinrich dem Löwen

S. 128

1160-1178, Pribislaw von Mecklenburg, endgültige Festigung des Christentums im Norden

1170-1184, Otto I., Markgraf von Brandenburg, Linie Anhalt-Brandenburg

S. 130

1195-1227, Heinrich von Antwerpen, Traktat „Ephebe

S. 131

um 1201-1257, Baderich II., Burggraf von Beelitiz (Beelitz/Belzig)

1202-1231, Johann Gans zu Putlitz, um 1300 Machtverlust der Familie

S. 134

1220-1225, Heinrich I., Graf von Gardelegen, Propst von Stendal, Regent für Johann I. und dessen Bruder Otto III.

Johann II. (1236-1281), 1225 Kauf des Barnim

S. 135

1227/1253, Marsilius, erste Erwähnung eines Stadtoberhauptes von Berlin/Cölln

S. 139

1271, Bertold de Quitzow, erste Erwähnung eines von Quitzow

1280, Heinrich I. von Rochow, Gutsherr auf Golzow (Begriff ist problematisch, Gutsherrschaft entsteht erst am Ausgang des Mittelalters)

S. 147

1324-1347, Ludwig Schenk von Neindorf, Bischof von Brandenburg

S. 159

Friedrich I., Markgraf von Brandenburg, Residenzen in Tangermünde / Brandenburg

1412-1414, Jaspar zu Putlitz, Statthalter der Mark Brandenburg

S. 173

1.11.1539, erster Gottesdienst in ev. Form in der St. Nikolaikirche Spandau (unsicher)

 

Bd. 2: Ereignisse, Bauwerke

 

S. 329

um 802, „theodisc“ = deutsche Sprache

S. 330

Bischof Bernhard, päpstlicher Legat der Ostmark

982, großer Slawenaufstand

um 953-954, Einführung des Reichskirchensystems durch König Otto I.

S. 332

993, Urkunde mit der Ersterwähnung Potsdams, evtl. rückdatierte Urkunde von Wibald von Stablo und Corvey (1098-1158)

um 995/1000, Askanien, von östlichen/sächsischen Markgrafen verwaltetes Gebiet

997, Rom, Hauptstadt des Reiches

S. 334

1128, Zauche, Geschenk an Otto I. von Pribislaw-Heinrich

1140, Niederlassungserlaubnis für Prämonstratenser in Brandenburg

S. 335

1170, Stadtrecht für Altstadt Brandenburg (anders, aber auch falsch S. 1080)

1196, Stadtrecht für Neustadt Brandenburg

1215, Fürstentag in Ziesar, Teilnehmer u. a. Richard, Graf von Zerbst

S. 337

1247, Bestätigung der Grenzen der Mark Brandenburg durch Kaiser Friedrich II.

S. 343

1417, Ende der Raubritterzeit

S. 377

10. 11. 1918, Abdankung und Exil des deutschen Kaisers Wilhelm II. (so auch S. 854), nur eine Seite später kommt das richtige Datum der Abdankungserklärung des Kaisers, der 28. 11. 1918

S. 387

um 928, Ziesar erstmalig erwähnt

928, Nordmark/Elbe/Havelland, Herrschaft über „Heveldun“ durch die Grafen von Haldensleben, v. Walbeck und v. Stade

928/929 Brandenburg erstmalig erwähnt

S. 388

928/929, Eroberung der Burg Brandenburg bei „Hunger, Schwert und Kälte“ falsche Übersetzung

S. 389

948/965 (?), Havelberg, deutsche Handelssiedlung erstmalig erwähnt (1151 Stadtrecht)

948, Brandenburg (Marienberg) erste hölzerne Kirche

948, Ziesar, ab 1161 Sitz der Brandenburger Bischöfe

948, Köpenick, slawische Burg erstmals erwähnt (so auch S. 565, anders S. 398)

S. 390

961/962/965, Erzbistum Magdeburg (so auch S. 466)

um 962, Nordmark/Havelland, Errichtung von 2 Grenzmarken und Aufteilung der Nordmark/Ostmark (Lausitz) in 10 Provinzen

983, Nord-/Ostmark, Lutizenaufstand, Sieg der slawischen Stämme Obodriten, Lutizen und Heveller (die Lutizen waren ein Stammesverband)

S. 391

993, Potsdam und Geltow als östlichste Orte des Bistums Magdeburg bis 1157 auf slawischem Territorium

S. 392

996-1157, Aufgabe der Bistümer Brandenburg und Havelberg (anders dagegen S. 98 oder S. 465)

1138/1150, Brandenburg, Parduin (Altstadt), Niederlassung von Prämonstratenser-Mönchen/Konvent, ab 1161 in der (1.) St. Gotthardkirche (andere Daten: 1148, auf S. 467, 1149 auf S. 470)

1142/1150, Havelland/Nordmark im Besitz Albrechts des Bären

S. 393

11.6.1157, Übergabe der Burg Brandenburg durch Petrissa, Teilung der Zauche unter Markgraf Albrecht dem Bären und Erzbischof Wichmann von Magdeburg, Verlegung der Residenz von Stendal nach Brandenburg (Dominsel), Erwähnung eines Burggrafen (so auch S. 567)

1157-1200, Havelland, Kolonisation und Beginn der Eroberung der Prignitz durch Markgraf Albrecht den Bären

S. 395

1179, Brandenburg, Bestätigungsurkunde als „Haupt der Mark“ für Markgraf Otto I. durch Kaiser Friedrich II.

1180/1190, Brandenburg (Neustadt), Hauptstadt unserer Mark

S. 397

1197/1198, Plaue, askanische Burg (so auch S. 31)

S. 399

1228, Bergholz, erstmalig erwähnt (so auch S. 568, aber zu 1249 auf S. 401)

1234/1238, Brandenburg, Burggrafenamt aufgelöst, Überlassung der Burg-/Dominsel an den Bischof zu Brandenburg

S. 400

1238, Rochow, Lehen Graf Siegfrieds von Osterburg an Hennig von Rochow erste Erwähnung eines Herrn von Rochow (anders S. 108)

S. 420

um 1400-1451, Brandenburg/Berlin, Hauptort der Mark Brandenburg, Verlagerung der Residenz nach Berlin

S. 431

1571, Ziesar, in Verwaltung durch das kurfürstliche Amt Zauche des Neumärkischen Kreises

S. 465

948, Brandenburg, erster Kirchenbau, neben der Burg (anders S. 389)

Ziesar, um 1200 Ausbau als Bischofssitz durch Bischof Dietrich von Stechow, 1548 letzte große Bischofstagung

S. 466

1126, Rückeroberung von Havelberg (so auch S. 469)

1138, Rückeroberung von Brandenburg (so auch S. 469)

S. 467

Zisterzienser, 1119 Aufstellung der Ordensregel „Charta Caritatis“ des Klosterverbands aus Mutter und Tochterkloster „Filiation“, 1122 Erneuerung der Ordensregeln durch Bernhard von Clairvaux

S. 468

1121, Gründung von Prémontré

S. 469

um 1136-1157, Brandenburg (Marienberg), St. Marienkirche (Holz) erwähnt, nach Beseitigung des dreiköpfigen slawischen Heiligtums des Triglaws, Herrscher über die drei Reiche Himmel-Erde-Unterwelt

1144/1148, Jerichow, erster Bischof Anselm von Havelberg

S. 470

1160, Markgraf Albrecht der Bär, Pilgerfahrt ins heilige Land

S. 471

1180-1270, Lehnin, Bestätigung durch das Zisterzienser-Generalkapitel in Citeaux durch Bernhard von Clairvaux

1170, Zinna (in Sachsen), Zisterzienser-Kloster Coenia St. Mariae (Marientafel)

S. 473

um 1200, Ziesar, Stadtkirche „Heilig Kreuz“

S. 474

1226, Ziesar, Franziskaner-Kloster (1335 Umzug nach Brandenburg)

S. 475

1237, Brandenburg, Burgbereich, vollständige Zusprechung an Bischof und Domkapitel

ab 1237, Brandenburg (Altstadt) Franziskaner-Kloster an der St. Johanniskirche der Franziskaner-Mönche aus Ziesar

S. 549

ab 1157, Brandenburg, Burg, Wiedererrichtung durch askanischen Markgrafen Albrecht den Bären

S. 552

1526-1544, Ziesar, Storchenturm (erhaltener Rest einer 1497 erbauten Vorburg)

S. 563

8.-12. Jh., Brandenburg, Burginsel, im 11. Jh. gundlegender Umbau der Burgstadt als Burg des Bistums Brandenburg mit Vorburg, Aufteilung zwischen Bistum und königlich eingesetzem Burggrafen

S. 566

948, Ziesar, deutscher Burgward, auf ehem. slawischen Burgwall (928 erobert, in askanischem Besitz, Erstausstattung des Bistums Brandenburg, 1134 Neubau, 1175 Bischofssitz, 1550 als „wüste Schlossstätte“ erwähnt)

S. 567

ab 1134, Ziesar, (2.) askanische Burg, Ausbau durch Markgraf Albrecht den Bären

um 1170, Potsdam, askanische Burg mit Steinturm und Mauer (so auch S. 676, mit anderem Datum S. 549)

um 1170, Bötzow, (1.) askanische Wasserburg (so auch S. 676)

S. 612

um 1750, Ziesar, Zerstörung einer Rolandsfigur am Rathaus erwähnt

S. 629

um 1290, Potsdam, Lateinschule erwähnt, im Pfarrhaus am Alten Markt

S. 630

1340-1341, Ziesar, (1.) Augustiner-Hospital, am Petritor

S. 675

928, Ziesar, besetzt durch Burgward von König Heinrich I.

S. 676

um 1157, Golzow, sächsische Burg, Gründung der Grafen von Belzig (?), Übernahme durch die Askanier

1220-1266, Markgraf Otto III. (so auch S. 887, S. 1050)

ab 1214, Ziesar, Bischofsburg, in askanischer Burganlage des 12. Jh.

S. 677

um 1268, Plaue, Burg für Markgraf Otto IV.

S. 678

um 1497, Ziesar, Vorburg der Bischofsburg

 

Bd. 3: Ereignisse, Bauwerke

 

S. 827

um 786, Slawenfürst Dragowit, Gau Ploni und Heveldun/Stodorania, auf Burg bei Nauen, Brandenburg (?)

814/840-843 König/Kaiser Lothar I. (richtiges Datum auf S. 91)

S. 828

1147/1148, Nordmark, Wendenkreuzzug (Aufruf zum Kreuzzug durch Bischof Bernhard v. Clairvaux)

S. 829

1157, Groß Glienicke, (vermutliche) Schlacht von Markgraf Albrecht dem Bären gegen Slawenfürst Jaxa von Köpenick (Sieg des Askaniers)

S. 830

um 1345, Mark Brandenburg, Raubrittertum und Machtkämpfe des Landadels durch Fehlen einer Zentralgewalt

S. 832

Feb. 1414, Friesack, Belagerung der Burg Friesack durch Fürst Balthasar

1418, Ziesar, Stadtbrand/Plünderung der Stadt durch Johann I. v. Quitzow

S. 843

1745, Berlin/Charlottenburg, Belagerung durch Österreicher

S. 844

1756, Berlin/Teltow, Besetzung durch 3.400 österreichische Husaren

1759/1760, Berlin/Teltow, Belagerung und vorübergehende Besetzung durch Russen und Österreicher

S. 845

1792, Potsdam, Französisch-Österreichischer Krieg (Preußen untersteht Österreich)

S. 847

6. 8. 1813, Dennewitz, Schlacht bei Dennewitz

S. 854

28. 7. 1914, Attentat auf den österreichischen Thronfolger Großherzog Franz Ferdinand

S. 858

983-996, Theophano (Kaiserwitwe, Regentschaft für minderjährigen König Otto III.)

S. 1185

1855-56, Gasanstalt Julius Conrad Freund