AIP beteiligt an Erforschung der Mensch-Maschine-Interaktion

18. Juli 2013. Die Bundesministerin für Forschung und Bildung, Frau Johanna Wanka hat heute die Gewinner des Wettbewerbs „Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" bekannt gegeben. Aus 19 Konsortien konnte sich die Innovationsallianz 3Dsensation an der auch das AIP beteiligt ist erfolgreich durchsetzen. Die aus rund 70 Unternehmen und 20 universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bestehende Allianz erhält durch die Auszeichnung eine Förderung von 45 Millionen Euro für die kommenden sieben Jahre.
AIP beteiligt an Erforschung der Mensch-Maschine-Interaktion

Beispielsweise wird das AIP Wissen und Erfahrung im Umgang mit der mehrdimensionalen bildgebenden Spektroskopie und den so genannten Datenwürfeln bzw. Datenkubus einbringen

Ziel von 3Dsensation ist es, die Interaktion von Mensch und Maschine grundlegend zu vereinfachen. Der Umgang des Menschen mit Maschinen und technischen Systemen soll intuitiver, sicherer und effizienter gestaltet werden. Um dies zu ermöglichen muss sich die Interaktion von Mensch und Maschine stärker noch als bisher an den Bedürfnissen des Menschen orientieren. Hierzu zählt beispielsweise die Entwicklung von Technologien, die Arbeitsplätze unabhängig von Alter, Kulturkreis oder Beeinträchtigungen wie Behinderungen ermöglichen. Die jetzt sichergestellte Förderung kommt damit einem branchenübergreifenden Zukunftsmarkt mit enormen Wachstumsraten zugute.

Das am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) angesiedelte Zentrum für Innovationskompe­tenz innoFSPEC Potsdam ist Gründungsmitglied von 3Dsensation und gestaltete in den vergangenen Monaten die Etablierung und Entwicklung des Initialkonsortiums mit. Der wissenschaftliche Beitrag des AIP besteht unter anderem darin, Fragestellungen rund um die hochauflösende multidimensionale Datenerfas­sung sowie die schnelle Datenverarbeitung zur mehrdimensionalen bildgebenden Spektroskopie aus der astrophysikalischen Forschung in Anwendungsgebieten der Lebenswissenschaften und der Medizin zu erforschen. So konnte das AIP zeigen, dass astrophysikalische Methoden und Verfahren auch erfolgreich in der Medizin zum Einsatz gebracht werden können. Besonders interessante Entwicklungsmöglichkeiten zeichnen sich bei der Einführung hocheffizienter optischer Verfahren in der Krebsdiagnose ab.

Das AIP ist eines der weltweit führenden Institute in der Entwicklung und Nutzung der mehrdimensionalen bildgebenden Spektroskopie für die Beobachtung von Himmelsobjekten und bringt dieses Know-how als interdisziplinären Technologietransfer in die 3DSensation Allianz ein. Nicht zuletzt stärkt dieses Engagement auf dem Gebiet des Wissens- und Technologietransfers das Land Brandenburg sowie den Wissenschafts- und Forschungsstandort Potsdam.

 

Weiterführende Informationen:

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Martin M. Roth, 0331-7499 313, mmroth@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331-7499 469, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP dabei im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Im August 2013 feiert das AIP den Umzug der Berliner Sternwarte vor hundert Jahren nach Babelsberg.