Joseph Whittingham erhält Studienpreis für Physik

9. Juli 2020. Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB) zeichnet den Studenten für seine Masterarbeit aus, die er in der Abteilung Kosmologie und Hochenergie-Astrophysik am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) abgeschlossen hat.
Joseph Whittingham erhält Studienpreis für Physik

Joseph Whittingham. Credit: privat

In seiner Arbeit mit dem Titel "The Impact of Magnetic Fields on Cosmological Galaxy Mergers" untersuchte Joseph Whittingham den Einfluss von Magnetfeldern auf Galaxienverschmelzungen. Dazu führte er eine Reihe kosmologischer "Zoom-in"-Simulationen solcher Verschmelzungen durch. Er verglich Simulationen, die Magnetfelder berücksichtigten, mit solchen, die dies nicht taten. "Etwas unerwartet ergaben die beiden Simulationsarten signifikant unterschiedliche Ergebnisse der Galaxienverschmelzungen – bisher wurde der Einfluss von Magnetfeldern auf diese kosmologischen Ereignisse im Allgemeinen als unwichtig angesehen", erklärt Whittingham. Er konnte zeigen, dass das Ergebnis vor allem dank ausreichender Auflösung erzeugt wurde. Das erklärt zu einem gewissen Grad, warum der Zusammenhang bisher nicht in dieser Form erkannt wurde. Prof. Christoph Pfrommer vom AIP und Dr. Martin Sparre von der Universität Potsdam betreuten die Arbeit.

Für seine Doktorarbeit wird Whittingham weiterhin mit Christoph Pfrommer zusammenarbeiten und ähnliche Arten von Simulationen verwenden, um die Mechanismen hinter den so genannten "Radio-Relikten" und anderen Quellen nicht-thermischer Emission in Galaxienhaufen zu untersuchen.

Der Physik-Studienpreis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB) wird für herausragende Studienabschlüsse auf dem Gebiet der Physik vergeben. Die diesjährige Preisverleihung findet am 9. Juli 2020 im Magnus-Haus in Berlin statt. Auch im vergangenen Jahr wurden mit Timon Thomas und Ekaterina Ilin zwei Studierende ausgezeichnet, die ihre Masterarbeit am AIP absolvierten.

Das AIP gratuliert dem preisgekrönten Studenten herzlich zu seinem herausragenden Abschluss.

 

Medienkontakt: Franziska Gräfe, 0331-7499-803, presse@aip.de

Meldung der PGzB: https://www.pgzb.tu-berlin.de/index.php?id=29

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.