IAU-Symposium kommt nach Potsdam

30. Juni 2016. Die Internationale Astronomische Union (IAU) bewilligte auf der 98. Versammlung des IAU-Exekutivkomitees im vergangenen Mai in Mexico das IAU-Symposium 334 „Rediscovering our Galaxy“, das vom 10. bis 14. Juli 2017 auf dem Potsdamer Telegrafenberg stattfinden wird.

Ziel der IAU ist es, die Astronomie durch internationale Kooperationen zu fördern. Zu diesem Zweck organisiert die IAU zahlreiche wissenschaftliche Konferenzen und ruft jährlich neun internationale IAU-Symposien aus. In den letzten 25 Jahren fanden nur acht internationale IAU-Symposien in Deutschland statt, drei davon (1992, 1993 und 2000) in Potsdam. Nach 16 Jahren Pause kehrt die IAU nun dank des erfolgreichen Antrags von AIP-Wissenschaftlerin Cristina Chiappini mit einem Symposium zurück nach Deutschland. Dieser konnte sich unter mehr als 30 gestellten Anträgen für die begehrten Fachtagungen durchsetzen.

Auf dem Konferenz-Poster ist das historische Linsenteleskop Großer Refraktor zu sehen – vor dem Hintergrund einer spektakulären Aufnahme der Milchstraße. „Das Poster symbolisiert, wie neue Forschungsergebnisse über unsere Galaxis althergebrachte Ideen vom Universum auf den Prüfstand stellen“, erklärt Cristina Chiappini, die auch dem wissenschaftlichen Leitungsteam des Symposiums vorsitzt. Marica Valentini, Leiterin des lokalen Organisationsteams ergänzt: „Wir fühlen uns geehrt erstmals seit dem Jahr 2000 wieder ein IAU-Symposium nach Potsdam holen zu können.“

Der Zuschlag für Potsdam spricht auch für die führende Rolle, die dem AIP im Forschungsfeld der Galaktischen Archäologie – der Analyse der Bewegungsmuster und der chemischen Zusammensetzung von Sternen in unserer Milchstraße – zukommt.

Webseite des Symposiums: https://iaus334.aip.de

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Cristina Chiappini, 0331 7499-454, cristina.chiappini@aip.de

Pressekontakt: Dr. Janine Fohlmeister, 0331 7499-802, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das  AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.