Virtueller Vortrag: Babelsberger Sternennacht

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Centaurus A, eine sehr helle Galaxie im Sternbild Centaurus.

Bild: Christian Wolf and the SkyMapper team – Australian National
19. Mai 2021 //

Der nächste Vortrag der virtuellen Babelsberger Sternennächte des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) wird ab Donnerstag, den 20. Mai 2021, auf dem Youtube-Kanal „Urknall, Weltall und das Leben“ ausgestrahlt.

Am Donnerstag ist es wieder soweit: ab 18 Uhr geht der Vortrag von Dr. Marcel Pawlowski zum Thema "Dunkle Materie und der Tanz der Zwergalaxien" aus der Reihe der Babelsberger Sternennächte online.

Große Galaxien wie unsere Milchstrasse werden von einer Vielzahl kleinerer Zwerggalaxien umschwirrt. Kosmologische Computersimulationen sagen vorher, dass diese Zwerggalaxien einen chaotischen Tanz aufführen. Beobachtungen hingegen deuten auf eine überraschend geordnete Choreographie. Diese Diskrepanz stellt unser Modell von Kosmologie und der Entstehung von Galaxien in Frage, und könnte unser Verständnis von Dunkler Materie und Gravitation fundamental herausfordern.

In dieser Saison finden die Babelsberger Sternennächte nicht vor Ort am AIP statt, sondern kommen direkt nach Hause ins Wohnzimmer: jeweils am 3. Donnerstag des Monats ab 18.00 Uhr sind die Vorträge unter

https://www.aip.de/babelsberger-sternennaechte

bzw. über den YouTube-Kanal Urknall, Weltall und das Leben verfügbar und können im Anschluss jederzeit abgerufen werden.

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Verteilung der Satellitengalaxien (weiße und schwarze Punkte) um die Milchstraße. Bevorzugt befinden sie sich entlang eines Bandes (schwarze Linien), das auch entlang des Magellanschen Stroms (graue Struktur im Süden) ausgerichtet ist. Die roten Pfeile zeigen die Bewegungsrichtung der 11 hellsten Satellitengalaxien: die Mehrzahl von ihnen bewegt sich entlang der bevorzugten Verteilung.

Bild: Pawlowski, McGaugh & Jerjen, 2015, MNRAS, 453, 1047
Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2021