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Aktuelles

Potsdam Astrophysical Summer School am AIP

20. Juni 2016. Heute startet am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) die einwöchige Sommerschule „Quantitative Spektroskopie in der Astrophysik". Für die Veranstaltung konnten sich i...

Die Sommerschule gibt Einblicke in die moderne Forschung und in neue technologische Entwicklungen. Die dreißig internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet im Laufe der nächsten fünf Tage in Potsdam ein intensives Programm aus Vorlesungen und Praxisveranstaltungen, die von erfahrenen Wissenschaftlern des AIP und der Universität Potsdam angeboten werden. Ausgerichtet wird die „Potsdam Astrophysical Summer School“ dieses Jahr von der „Leibniz Graduate School for Quantitative Spectroscopy“.

Die Spektroskopie ist eine sehr grundlegende und universale Methode der beobachtenden Astrophysik und wird in unterschiedlichsten Forschungsthemen von der Sonnenphysik bis zur Kosmologie genutzt. In den letzten Jahren gab es zudem enorme technologische Fortschritte: Moderne Spektrographen zerlegen das Licht mit sehr hoher räumlicher und energetischer Auflösung. Neue Instrumente wie der vom AIP mitentwickelte MUSE-Spektrograph am Very Large Telescope (VLT) in Chile kombinieren das Entdeckungspotential bildgebender Instrumente mit dem eines Spektrographen. Weitere technologische Neuentwicklungen sind beispielsweise Spektropolarimeter, Multi-Objekt-Spektrographen und fasergekoppelte Spektrographen.

Die Leibniz-Graduiertenschule für Quantitative Spektroskopie ist ein Kooperationsprojekt des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) und des Instituts für Physik und Astronomie der Universität Potsdam.

 

Weitere Informationen:

Wissenschaftlicher Kontakt: Apl. Prof. Dr. Carsten Denker, 0331 7499-297, cdenker@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork , 0331 7499-803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das  AIP Mitglied  der Leibniz-Gemeinschaft.

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Neuer Masterstudiengang „Astrophysics“

Die neuen Potsdamer Astrophysik-Webseiten (Quelle: www.astrophysik-potsdam.de)

Neuer Masterstudiengang „Astrophysics“

9. Juni 2016. Ab dem Wintersemester 2016/2017 startet an der Universität Potsdam der neue englischsprachige Masterstudiengang „Astrophysics“, für den Interessierte sich noch bis Mitte Juli be...

Der Forschungsbereich Astrophysik an der Universität Potsdam zeichnet sich durch eine besonders intensive, langjährige Zusammenarbeit mit den außeruniversitären Partnern aus. Den Studierenden und Forschenden der Astrophysik bietet sich so eine einzigartige Themenvielfalt. Die drei international führenden außeruniversitären Einrichtungen mit astrophysikalischem Bezug machen Potsdam zu einem der wichtigsten Standorte astrophysikalischer Forschung in Deutschland. Gemeinsame Berufungen, außerplanmäßige Professuren, gemeinsame Arbeitsgruppen und Honorarprofessuren stärken die universitäre Lehre. Eine übergreifende strukturierte Doktorandenausbildung und mehrere Graduiertenschulen bieten exzellente Promotionsbedingungen.

 

Die Universität Potsdam und die beteiligten außeruniversitären Institute haben den Start des neuen Masterstudiengangs gleichzeitig zum Anlass genommen ein gemeinsames Webportal rund um die Astrophysik in Potsdam ins Leben zu rufen. Unter dem gemeinsamen Dach des „Astrophysik Netzwerk Potsdam“ präsentieren die vier Einrichtungen ihre vielfältigen Aktivitäten und ihre enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre nun auch online.

 

Zusätzlich zu vielen Informationen für Astrophysik-Interessierte aller Karrierestufen – von Studieninteressierten bis Postdocs – geben die Webseiten auch persönliche Einblicke der Potsdamer Studierenden und Forschenden in die Astrophysik: in ihre Entdeckungen und Rätsel, in das Studierenden- und Forscherleben und in Beobachtungskampagnen an entlegenen Orten wie in Chile oder gar in der Antarktis.

 

Mit dem neuen Webportal wollen wir sowohl Studieninteressierten wie auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern auf einen Blick zeigen, welch einzigartige Studien- und Karriereperspektiven sich ihnen durch unser starkes Netzwerk in Potsdam bieten“ so Philipp Richter, Professor an der Universität Potsdam, und einer der Initiatoren des Portals.

 

Weitere Informationen:

 

 

Ansprechpartner (auch für das Masterprogramm):

Prof. Dr. Philipp Richter, prichter@astro.uni-potsdam.de, Tel.: 0331 977 1841

 

Medienkontakte:

  • Deutsches Elektronen-Synchrotron, Zeuthen: Ulrike Behrens, ulrike.behrens@desy.de, Tel.: 033762 7-7201
  • Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam: Dr. Janine Fohlmeister, presse@aip.de, Tel.: 0331 7499 802
  • Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik: Dr. Elke Müller, elke.mueller@aei.mpg.de, Tel.: 0331 567-7303
  • Universität Potsdam, Mat.-Nat.-Fakultät: Dr. Barbara Eckardt, eckardt@uni-potsdam.de, Tel.: 0331 977-2964

 

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Andere Sonnen haben auch den Dreh raus

17. Mai 2016. Astrophysiker des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) und der John Hopkins Universität in Baltimore (JHU) haben Rotationsperioden von Sternen innerhalb eines Haufens unt...

Die heute zum Basiswissen zählende Feststellung, dass Sterne nichts anderes als weit entfernte Sonnen sind, konnte erst im 19. Jahrhundert mittels ausgeklügelter Abstandsmessungen nachgewiesen werden. Dank dieses Wissens und durch die Beobachtung unserer Sonne – dem einzigen Stern, den wir detailliert untersuchen können – können wir auch Prozesse auf anderen Sternen erforschen. Zudem lässt sich dieses Prinzip auch umkehren, indem man beispielsweise Erkenntnisse über sonnenähnliche Sterne nutzt, um auf die Vergangenheit und Zukunft unserer Sonne zu schließen. Die Rotationsperioden von Sternen liefern einen wichtigen Schlüssel, um nun auch magnetische Phänomene auf anderen Sternen besser zu verstehen. Die Größe der beobachteten Sternenflecken lässt darauf schließen, dass die Magnetfelder der Sterne denen der Sonne sehr ähnlich sein müssen.

Das AIP/JHU-Team studierte den vier Milliarden Jahre alten offenen Sternenhaufen M67. Dieser ist der einzige bekannte Cluster, der nahezu zeitgleich zu unserer Sonne entstanden ist und damit Sterne in ihrem Alter enthält. Durch seine relative Nähe zur Milchstraße kann er eingehender erforscht werden.

Sterne wie unsere Sonne weisen dunkle Flecken auf, die durch Magnetfelder verursacht werden. Die Flecken sind bei jüngeren Sternen relativ groß und werden mit zunehmendem Alter eines Sterns kleiner. Aufgrund der Rotation der Sterne wandern diese Flecken scheinbar über ihre Oberfläche und verursachen dadurch Helligkeitsschwankungen. Diese sind bei sonnenähnlichen Sternen aufgrund ihres relativ hohen Alters vergleichsweise klein und betragen weniger als ein Prozent. Dem AIP-Team gelang nun erstmals die Messung dieser sehr kleinen periodischen Variationen bei 20 sonnenähnlichen Sternen. Die Beobachtungen waren nur aufgrund der exzellenten Sensibilität des Kepler Weltraumteleskops, das nun im Rahmen der K2-Mission unterwegs ist, möglich.

Sydney Barnes, Erstautor der Studie, erklärt: „Auch wenn wir diese Erkenntnisse bereits vorausgesagt hatten, ist es ein großer Schritt, sie nun endlich nachweislich messen zu können.“ Ko-Autor Jörg Weingrill ergänzt: „Mithilfe unserer Messungen der Rotationsperioden von Sternen, deren Alter unserer Sonne nahe kommt, werden wir nun die Entwicklungsgeschichte unserer Sonne genauer nachvollziehen.“

 

Wissenschaftliche Publikation: Sydney A. Barnes, Jörg Weingrill, Dario Fritzewski, Klaus G. Strassmeier, Imants Platais: „Rotation periods for cool stars in the 4 Gyr-old open cluster M67, the solar-stellar connection, and the applicability of gyrochronology to at least solar age“, The Astrophysical Journal,  The Astrophysical Journal,  Volume 823, Number 1.

Bilderklärung: Falschfarbenbild des offenen Sternhaufens M67 aus den drei Filtern Johnson B, V und G für den Blau-, Rot- und Grün-Kanal. Aufgenommen mit WiFSIP/STELLA auf Teneriffa. (Credit: AIP).

Wissenschaftliche Kontakte:
Dr. Sydney Barnes, 0331 7499-379, sbarnes@aip.de
Dr. Jörg Weingrill, 0331 7499-456, jweingrill@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331 7499-803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das  AIP Mitglied  der Leibniz-Gemeinschaft.

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100. Todestag des Astrophysikers Karl Schwarzschild

Karl Schwarzschild.

100. Todestag des Astrophysikers Karl Schwarzschild

Am 11. Mai 1916 verstarb im Alter von nur 42 Jahren Karl Schwarzschild, einer der vielseitigsten Astrophysiker und Wissenschaftler seiner Zeit. Schwarzschilds Arbeiten umfassen eine enorme Bandbrei...

Karl Schwarzschild kam am 9. Oktober 1873 in Frankfurt am Main zur Welt. Bereits als 16-jähriger veröffentlichte er erste wissenschaftliche Arbeiten zur Bahnbestimmung von Himmelskörpern in den Astronomischen Nachrichten. Er studierte in Straßburg und promovierte 1896 in München. Ab 1897 war er als Assistent an der Kuffner-Sternwarte in Wien angestellt. In Göttingen wirkte er von 1901 bis 1909 als Professor an der Universität sowie als Direktor der dortigen Sternwarte. 1908 wurde Karl Schwarzschild, einer der bekanntesten Astronomen der damaligen Zeit, zum Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam (AOP) berufen. Das 1874 gegründete AOP war das weltweit erste Institut, das den Begriff „Astrophysik“ im Namen trug. In seiner nur acht Jahre andauernden Amtszeit am AOP leistete er elementare Beiträge zur Astrophysik und zur Allgemeinen Relativitätstheorie.

Auch wenn sich unzählige Bücher und Artikel immer wieder mit Schwarzschilds Lösung der Einsteinschen Feldgleichung beschäftigt haben und bis heute beschäftigen, so war Schwarzschilds wissenschaftliches Interesse wesentlich weiter gefasst. Er setzte sich eingehend mit Fragen der Himmelsmechanik, der stellaren Photometrie, der Feldtheorie, der Quantenmechanik und der instrumentalen Astronomie auseinander. Weitere Forschungsgebiete Schwarzschilds umfassten die Spektroskopie, den Sternaufbau und die Stellardynamik. Besondere Würdigung verdient die von ihm aufgestellte Theorie optischer Systeme, auf deren Grundlage bis heute moderne Großteleskope konzipiert werden.

Zu Ehren des ehemaligen Direktors des AOP, Karl Schwarzschild, vergibt das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) seit 2011 das Karl Schwarzschild Fellowship an vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.

 

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331 7499-803, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das  AIP Mitglied  der Leibniz-Gemeinschaft.

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Merkur vor der Sonne - Transit am 9. Mai 2016

Merkurtransit. (Credit: AIP/J. Wendt)

Merkur vor der Sonne - Transit am 9. Mai 2016

2. Mai 2016. Am 9. Mai 2016 um 13:12 Uhr zieht Merkur von der Erde aus gesehen vor die Sonnenscheibe und überquert diese im Laufe der folgenden Stunden, bis schließlich um 20:40 Uhr wieder der ko...

Zwei Gruppen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) wollen dieses Transit-Ereignis wissenschaftlich nutzen, um Natrium in der Exosphäre von Merkur zu detektieren und um die Messgenauigkeit von Instrumenten zu testen. Dazu wird die Sonne während des Vorbeizugs von Merkur mit Teleskopen auf Teneriffa, in den USA und am Sonnenobservatorium Einsteinturm auf dem Potsdamer Telegrafenberg beobachtet. In Babelsberg lädt das AIP von 13:00-15:00 Uhr zur öffentlichen Beobachtung und zu Vorträgen rund um den Merkurtransit auf seinen Forschungscampus ein.

Wissenschaftliche Beobachtung

Merkur ist der kleinste und sonnennächste Planet unseres Sonnensystems. Mit einem Durchmesser von nur 4.878 Kilometern ist die Schwerkraft von Merkur recht gering, so dass keine stabile Atmosphäre um den Planeten entstehen kann: Nur ein extrem dünnes Gasgemisch, auch Exosphäre genannt, umhüllt Merkur. Die Merkur-Exosphäre besteht vor allem aus Sauerstoff, Natrium und Wasserstoff. Sie ist so dünn, dass ihr Nachweis extrem schwierig und nur während eines der seltenen Transits oder durch Weltraumsonden möglich ist. Der letzte in Mitteleuropa sichtbare Merkurtransit fand 2003 statt, der nächste fällt ins Jahr 2019. Das AIP nutzt daher die Gelegenheit am 9. Mai, um den Transit gleich mit mehreren Teleskopen und verschiedenen Instrumenten von drei Standorten aus zu beobachten.

In Arizona: Generalprobe für Exoplaneten

AIP-Forscher Matthias Mallonn plant, mit Hilfe des PEPSI-Spektrographen am Solar-Disk Integrated Telescope (SDI) auf dem 3.200 Meter hohen Mt. Graham in Arizona das Signal der Exosphäre von Merkur zu detektieren. Dabei vergleicht er Messungen der Natriumabsorption vor, während und nach dem Vorbeizug des Planeten. Diese Beobachtungstechnik entspricht der derzeit erfolgreichsten Methode, Atmosphären von extrasolaren Planeten zu untersuchen, der sogenannten Transmissionsspektroskopie von Exoplaneten. Merkurs Exosphäre schwächt das Sonnenlicht bei der Wellenlänge von Natrium während des Transits nur um etwa ein Hunderttausendstel ab. Dieser Effekt lässt sich nur mit einem extrem präzisen Spektrographen nachweisen. „Wir nehmen die gesamte Sonnenscheibe auf, dadurch ist das Signal der Exosphäre Merkurs winzig. Mit der Messung will ich herausfinden, welche Genauigkeiten ich erzielen kann, um diese Erfahrung später auf Exoplaneten anzuwenden”, so der Forscher.

Auf Teneriffa und in Potsdam: Form der Exosphäre

Den Sonnenphysikern des AIP um Carsten Denker geht es um die Beobachtung des Merkurtransits im Detail. So wurde die Ausdehnung und Form der Exosphäre von Merkur anhand von Natrium-Absorptionslinien erstmals während des Merkurtransits 2003 vermessen. Denker möchte diese Messungen nun gemeinsam mit einem Team aus Freiburg und Spanien mit einem 2D-Spektrographen am europäischen Sonnenteleskop GREGOR auf Teneriffa wiederholen - möglicherweise sogar mit größerer Genauigkeit. Für Bildaufnahmen sollen zudem eine sehr schnelle Kamera und adaptive Optik eingesetzt werden, mit deren Hilfe die Forscher auf gestochen scharfe Bilder des Ereignisses hoffen. „Der Merkurtransit bietet uns eine einzigartige Möglichkeit unsere Messmethodik zu kalibrieren” erläutert Denker: „Wie scharf wir den harten Übergang zwischen dem Planetenrand und der Sonne beobachten können, ermöglicht uns einzuschätzen, wie sehr Streulicht die Beobachtung mit GREGOR tatsächlich beeinflusst.” Wenn das Wetter es zulässt, wird am 9. Mai zusätzlich auch der Spiegel im Potsdamer Sonnenobservatorium Einsteinturm auf Merkur gerichtet, um seinen Vorbeizug an der Sonne zu studieren und zu dokumentieren.

Öffentliche Beobachtung in Potsdam-Babelsberg

Das AIP bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich am 9. Mai über Merkur und den Transit zu informieren sowie die erste Phase des Transits vor Ort in Babelsberg zu beobachten. Bitte beachten Sie, dass die Beobachtung des Merkurtransits nur bei klarer Sicht erfolgen kann.

Von 13:00-15:00 Uhr lädt das AIP auf seinen Forschungscampus in Babelsberg ein:

13:00 Uhr: Beobachtung des Eintritts

13:30 Uhr: Vortrag von Dr. Axel Schwope „Der Planet Merkur im Portrait“

14:00 Uhr: Vortrag von Dr. Matthias Mallonn „Der Merkurtransit als Generalprobe für die Erforschung erdähnlicher Planeten“

14:30 - 15:00 Uhr: Beobachtung des Transits am 50cm-Spiegelteleskop

 

Pressekontakt und Informationen zur Veranstaltung:

Kerstin Mork , 0 331 7499-803, presse@aip.de

 

Wissenschaftliche Kontakte:

Dr. Matthias Mallonn, 0331 7499-539, mmallonn@aip.de

Apl. Prof. Dr. Carsten Denker, 0331-7499-297, cdenker@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das  AIP Mitglied  der Leibniz-Gemeinschaft.

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