Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite
Drucken  

Aktuelles

Feierliche Wiedereinweihung des Großen Refraktors

Das Kuppelgebäude des Großen Refraktors

Feierliche Wiedereinweihung des Großen Refraktors

Der Große Refraktor des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) auf dem Potsdamer Telegrafenberg erstrahlt in neuem Glanz nachdem am Kuppelgebäude etwa ein Jahr lang Sanierungs- und Inst...

Der Große Refraktor des AIP ist ein Denkmal der astrophysikalischen Forschung und ein Wahrzeichen Potsdams. Das riesige Linsenteleskop wurde am 26. August 1899 in Anwesenheit des Kaisers Wilhelm II. als Hauptteleskop des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam erstmals feierlich eingeweiht. Es ist noch heute das viertgrößte Linsenteleskop der Welt.

Wissenschaftsministerin Martina Münch würdigte den restaurierten Großen Refraktor als bedeutendes wissenschaftliches Wahrzeichen Potsdams. „Der Große Refraktor und der Telegrafenberg waren nicht nur vor mehr als 100 Jahren bedeutende Wissenschaftsorte – sie sind es bis heute. Das in Potsdam-Babelsberg ansässige Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, zu dem der Große Refraktor gehört, ist eine herausragende außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Brandenburg und gehört seit Jahren zu den renommiertesten und forschungsstärksten wissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands“, so Münch. Matthias Winker, Administrativer Vorstand des AIP, eröffnete die Wiedereinweihung. Neben der Ministerin richtete Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Wissenschaftlicher Vorstand des AIP, ein Grußwort an die Gäste. Jörg Limberg von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Potsdam ging in einem Vortrag auf die bautechnischen Aspekte und die denkmalschutzgerechte Sanierung des Kuppelgebäudes ein.

Zwischen Mai 2016 und Mai 2017 führten zahlreiche Spezialfirmen und Fachkräfte die Instandsetzungsarbeiten am Kuppelgebäude aus. Die denkmalgerechte Sanierung der Fassade lässt das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Bereits beim Betreten des restaurierten Treppenaufgangs bekommen Besucher einen Vorgeschmack auf die detailreiche und kunstvolle Gestaltung des Kuppelinnenraums. Der Durchmesser der 200 Tonnen schweren, drehbaren Kuppel liegt bei 21 Metern.

Das Teleskop ist ein Doppelrefraktor mit zwei fest miteinander verbundenen Fernrohren auf einer parallaktischen Montierung. Das größere Rohr verfügt über ein 80 Zentimeter-Objektiv und das kleinere hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Die Brennweite beträgt 12 Meter. Ein wissenschaftlicher Höhepunkt war 1904 die Entdeckung der diffusen interstellaren Materie durch Johannes Hartmann.

Das Linsenteleskop selbst hatte nach Zerlegung im Jahr 2003 durch eine dreijährige umfassende Restaurierung in den Werkstätten der Firma 4H-Jena-engineering seine volle Funktionstüchtigkeit zurückerlangt. Dass es restauriert werden konnte, war vor allem dem engagierten Förderverein Großer Refraktor Potsdam e. V. und der Pietschker-Neese-Stiftung, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz verwaltet wird, zu verdanken.

Der Große Refraktor ist einer breiten Öffentlichkeit in der Form von Führungen und alljährlichen  Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals zugänglich.

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, 0331 7499-801, sek-vorstand@aip.de

Pressekontakt: Kristin Riebe, Janine Fohlmeister, 0331 7499-803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Mehr…
Fertig für den Start zur Sonne

Die Imager-Einheit des Teleskops STIX, welche die Röntgenstrahlung filtert, und die Detektorbox (schwarz, im Hintergrund), die die Röntgenstrahlung misst. Bild: AIP/Hakan Önel

Fertig für den Start zur Sonne

Die Sonne aus nächster Nähe erforschen und ihre Aktivität messen: Das Teleskop STIX soll ab Februar 2019 als Teil der Weltraummission „Solar Orbiter“ der Europäischen Weltraumorganisation...

Röntgenstrahlung gibt Hinweise auf die Aktivität der Sonne und entsteht in der Korona, der äußeren Atmosphäre. STIX (kurz für: Spectrometer/Telescope for Imaging X-rays) soll diese Strahlung messen. Das Teleskop besteht aus Hitzeschild-Fenstern, dem Imager und einer Detektorbox. Die Röntgenstrahlung tritt durch die Fenster im Hitzeschild der Raumsonde hindurch, wird in der Imager-Einheit gefiltert und von der Detektor-Einheit gemessen, um Bilder der heißesten Regionen, in denen die Temperatur während Sonneneruptionen bis zu etwa 40 Millionen Grad Celsius beträgt, aufzunehmen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AIP haben an dem Imager maßgeblichen Anteil: Sie entwickelten unter anderem das grundlegende Design der Einheit, fertigten mechanische Teile und beteiligten sich am Zusammenbau des Instruments. Außerdem beauftragten und begleiteten die AIP-Wissenschaftler Tests, bei denen sie zum Beispiel überprüften, wie STIX auf Vibrationen und große Temperaturschwankungen reagiert. Etwa acht Jahre lang hat es gedauert, die Imager-Einheit von STIX fertigzustellen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) fördert das Projekt mit etwa 1,8 Millionen Euro. Das internationale Team unter Leitung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat STIX nun an das Unternehmen Airbus Defence and Space übergeben, das in Großbritannien alle Instrumente in die Weltraumkapsel Solar Orbiter einbauen und diese auf den Start vorbereiten wird. Zehn Instrumente werden sich insgesamt auf der Raumsonde befinden und die Sonne sowie ihre Umgebung untersuchen.

STIX soll ungelöste Fragen der Forscherinnen und Forscher bezüglich der Sonne beantworten: Sie wollen besser verstehen, wie Sonneneruptionen entstehen und wie sich diese auf die Sonne, den Raum zwischen den Planeten und sogar auf die Erde sowie unsere technische Zivilisation auswirken können. STIX und Solar Orbiter werden etwa zehn Jahre lang unterwegs sein, um die Sonne aus nächster Nähe zu beobachten. Dabei erreicht die Sonde einen Abstand von einem Viertel der Strecke zwischen der Erde und der Sonne und verlässt zudem die Erdbahnebene, um die Sonne aus noch nie zuvor erreichten Perspektiven zu beobachten.

Webseite zu STIX:

http://www.aip.de/en/research/research-area-cmf/cosmic-magnetic-fields/solar-physics/solar-radio-physics/solo

Wissenschaftliche Kontakte:
apl. Prof. Dr. Gottfried Mann (Projektleiter), 0331-7499 292, gmann@aip.de
Dr. Hakan Önel, 0331-7499 261, honel@aip.de

Pressekontakt:
Katrin Albaum, Kristin Riebe, 0331-7499 803, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Mehr…

Die Milchstraße wiederentdecken

7. Juli 2017. Was wissen wir über die Milchstraße? Wie ist unsere Heimatgalaxie entstanden und wie hat sie sich vom frühesten Zeitalter bis zur Gegenwart entwickelt? Etwa 200 Astronominnen und A...

Von der chemischen Zusammensetzung über Bewegungsmuster bis hin zum Alter der Sterne: Im Gegensatz zu weit entfernten Galaxien können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Milchstraße detailliert untersuchen und so ihre Entstehungsgeschichte und Entwicklung nachvollziehen. Die Teilnehmenden des internationalen IAU-Symposiums 334 auf dem Potsdamer Telegrafenberg werden offene Fragen diskutieren und über Konzepte sprechen, die sich aus der Analyse von neuen, riesigen und komplexen Datenmengen folgern lassen. „Im letzten Jahrzehnt sind wir mit verschiedenen Himmelsdurchmusterungen und neuen Untersuchungsmethoden aus der unmittelbaren Umgebung unserer Sonne herausgetreten und haben begonnen, die innersten und äußersten Regionen unserer Galaxie zu erkunden“, sagt AIP-Wissenschaftlerin und Vorsitzende des wissenschaftlichen Organisationskomitees Dr. Cristina Chiappini. „Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt, an dem unser Wissen über die Milchstraße rasant wächst. Wir müssen vorbereitet sein auf die noch größeren Datenmengen, die kommendes Jahr dank der zweiten Veröffentlichung von Daten des Gaia-Satelliten zu erwarten sind, und wir müssen darüber diskutieren, wie wir fortgeschrittene Modelle der Milchstraßen-Bildung und -Evolution etablieren können.“

„Die Konferenz unterteilt sich in neun Schwerpunkte, die von den ältesten Sternen in unserer Galaxie bis hin zu verschiedenen galaktischen Komponenten reichen“, sagt AIP-Forscherin und Vorsitzende des lokalen Organisationskomitees Dr. Marica Valentini. Weitere Themen werden unter anderem stellare Modelle sowie kosmologische Simulationen von Galaxien, die der Milchstraße ähneln, sein. Zudem wird es um die Frage gehen, wie Sterne mit unterschiedlichen Massen in mehr als 12 Milliarden Jahren der Evolution zur chemischen Anreicherung unserer Galaxie beigetragen haben. Als besonderes Highlight besuchen am Mittwoch, den 12. Juli 2017, auch Grundschulkinder der Berliner Europa-Schule Neues Tor das Symposium und lernen so mehr über die Astronomie und die Geschichte ihrer Heimatgalaxie.

Die IAU fördert die Astronomie durch internationale Kooperationen. Zu diesem Zweck organisiert sie zahlreiche wissenschaftliche Konferenzen und ruft jährlich neun internationale Symposien aus. In den vergangenen 25 Jahren fanden nur acht internationale IAU-Symposien in Deutschland statt, drei davon in Potsdam, zuletzt im Jahr 2000. Nach 17 Jahren Pause kehrt die IAU nun dank des erfolgreichen Antrags von der Vorsitzenden Dr. Cristina Chiappini mit den Co-Vorsitzenden Dr. Ivan Minchev und Dr. Else Starkenburg mit einem Symposium zurück nach Deutschland. Dieser konnte sich unter mehr als 30 gestellten Anträgen für die begehrten Fachtagungen durchsetzen. Der Zuschlag für Potsdam spricht auch für die führende Rolle, die dem AIP im Forschungsfeld der Galaktischen Archäologie zukommt.

Webseite des Symposiums: https://iaus334.aip.de

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Cristina Chiappini, 0331 7499-454, cristina.chiappini@aip.de

Pressekontakt: Katrin Albaum, 0331-7499 803, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Mehr…
Wempe-Preis für Alice C. Quillen

Prof. Dr. Alice C. Quillen. Foto: privat

Wempe-Preis für Alice C. Quillen

29. Juni 2017. Am Mittwoch, den 5. Juli 2017, verleiht die Johann-Wempe-Stiftung den Wempe-Preis an Prof. Dr. Alice C. Quillen von der Universität in Rochester, USA, für ihre herausragenden Arbei...

Quillens Forschung umfasst beobachtende, numerische und theoretische Untersuchungen der Dynamik von Gas und Sternen in Galaxien. Darüber hinaus ist sie Expertin in Gebieten der Himmelsmechanik, die von extrasolaren Planetensystemen inspiriert wurden.

Quillen promovierte am Caltech über extragalaktische Astronomie im Submillimeterbereich. Als Columbus Fellow an der Ohio State University arbeitete sie anschließend an einer Galaxiendurchmusterung und widmete sich später am Steward Observatory der Universität von Arizona den Akkretionsscheiben um Schwarze Löcher in nahe gelegenen Galaxien, die sie mit dem Hubble Space Teleskop beobachtete. Im Jahr 2002 wechselte sie an die Fakultät für Physik und Astronomie der Universität von Rochester. Als Vorsitzende leitete sie 2010 die Sektion Dynamische Astronomie der American Astronomical Society. Die Simons Foundation, New York, honorierte ihre Erfolge 2017 mit einem Forschungsstipendium für theoretische Physik.

Neben ihrer Forschung zur Dynamik von Galaxien ist Quillen bekannt für ihre Entdeckungen von verborgenen Exoplaneten mithilfe der Untersuchung der Form von zirkumstellaren Scheiben sowie für ihre Arbeiten zur Stabilität multipler Planetensysteme.


Ablauf der Preisverleihung

14:00 Uhr

  • Begrüßung
  • Grußwort von Dr. Claudia Herok, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
  • Laudatio von Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Wissenschaftlicher Vorstand des AIP
  • Preisübergabe


15:15 Uhr

  • Festvortrag von Prof. Dr. David W. Hogg, NYU Physics - Center for Cosmology and Particle Physics, USA / Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg
    „The most precise measurements of red-giant stars: Implications for Galactic Archaeology“



Zum Wempe-Preis

Der Johann-Wempe-Preis wird seit dem Jahr 2000 zu Ehren des letzten Direktors des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, Prof. Dr. Johann Wempe (1906 – 1980), vergeben. Der Preis wird aus Mitteln finanziert, die Wempe privat hinterlassen hat und besteht in einer Einladung zu einem mehrmonatigen Gastaufenthalt am AIP mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Er kann sowohl an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits mit bemerkenswerten Leistungen hervorgetreten sind, als auch an ältere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Würdigung ihrer gesamten wissenschaftlichen Leistung verliehen werden.

Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, msteinmetz@aip.de, 0331 7499-801

Pressekontakt: Katrin Albaum, 0331-7499 803, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Mehr…
14. AIP-Thinkshop untersucht Magnetismus von Sternen

Momentaufnahme aus einer Computersimulation, die zeigt, wie das Magnetfeld und der Sternwind eines massereichen Sterns wechselwirken. (Vollständige Bildunterschrift im Text.) Bild: AIP

14. AIP-Thinkshop untersucht Magnetismus von Sternen

12. Juni 2017. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) veranstaltet von Montag, 12. Juni 2017, bis Freitag, 16. Juni 2017, den 14. Thinkshop zum Thema „Stellar Magnetism: Challenges, ...

Magnetfelder spielen bei allen Entwicklungsstufen während der Evolution eines Sterns eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahrzehnt gelangen Forscherinnen und Forschern große Fortschritte, die Magnetfelder von Sternen, die eine geringere oder höhere Masse im Vergleich zur Sonne haben, zu messen. Die Wissenschaftler konnten besser verstehen, welchen Ursprung die Magnetfelder haben und welche Rolle damit zusammenhängende Prozesse auch für die Erforschung der Sonne, von Exoplaneten und andere Untersuchungsfelder spielen. Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms werden die Teilnehmenden des Thinkshops unter anderem neue Erkenntnisse der stellaren Magnetfeldentstehung besprechen, aber auch welche Aktivitätszyklen in sonnenähnlichen Sternen vorliegen und was die zukünftigen Perspektiven der Beobachtung sind.

Die Webseite des Thinkshop:
https://thinkshop.aip.de/14/cms/

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Swetlana Hubrig, Leibniz Institute for Astrophysics Potsdam, 0331-7499 225, hubrig@aip.de

Pressekontakt: Katrin Albaum, 0331-7499 803, presse@aip.de

Bildunterschrift: Momentaufnahme aus einer Computersimulation, die zeigt, wie das Magnetfeld und der Sternwind eines massereichen Sterns wechselwirken. Die Farben symbolisieren die Dichteverteilung: Rot bedeutet große, blau geringere Gasdichte. Der Kreis am linken Bildrand entspricht der Sternoberfläche. Durch das starke Magnetfeld des Sterns wird ein Teil des abströmenden Gases eingefangen und fließt entlang der Magnetfeldlinien zum Stern zurück. Bild: AIP


Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Mehr…