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Karl Schwarzschild Fellow: Arianna Di Cintio

Arianna Di Cintio (Foto: privat)

Karl Schwarzschild Fellow: Arianna Di Cintio

13. Januar 2017. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) begrüßt Dr. Arianna Di Cintio als Karl Schwarzschild Fellow. Arianna Di Cintio hat zuletzt als DARK Fellow in Kopenhagen gefor...

Die gebürtige Italienerin studierte an der Universitá degli Studi di Roma Sapienza, wo sie 2006 ihren Bachelor und 2009 ihren Master-Abschluss in Physik und Astrophysik erhielt. Anschließend promovierte sie von 2010-2014 an der Universidad Autónoma de Madrid in Spanien. Bereits 2012 kam sie zu einem dreimonatigen Gastaufenthalt im Rahmen ihrer Promotion an das AIP. Diese wissenschaftliche Zusammenarbeit kann Arianna Di Cintio nun als Schwarzschild Fellow am AIP erneut ausbauen.

Arianna Di Cintios Forschungsschwerpunkte sind die Galaxienentstehung und –entwicklung, welche sie mit numerischen kosmologischen Methoden untersucht. Sie konzentriert sich dabei auf kleinskalige Poblemstellungen des heutigen kosmologischen Modells, um ein besseres Verständnis der Natur Dunkler Materie zu erlangen. Sie ist außerdem Teil des CLUES-Projektes, einer internationalen Kollaboration unter Mitwirkung des AIP, welche Eigenschaften von Galaxien im Lokalen Universum erforscht.  Gemeinsam mit den AIP-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Abteilung Kosmologie plant Arianna Di Cintio, Zwerggalaxien in der lokalen Umgebung zu erforschen.

Das Karl Schwarzschild Fellowship Programm wird abwechselnd in den Forschungsbereichen Extragalaktische Astrophysik und Kosmische Magnetfelder ausgeschrieben und in einem internationalen Wettbewerb vergeben. Von einem Karl Schwarzschild Fellow wird neben einer Promotion in den vergangenen fünf Jahren erwartet, dass er oder sie als exzellenter Nachwuchswissenschaftler die Forschung des AIP mit einem eigenständigen Forschungsprogramm bei gleichzeitiger Betreuung von Studierenden bereichert.

Am AIP wird die Forschungstradition der Berliner Sternwarte und des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam (AOP) weitergeführt. Das breite wissenschaftliche Profil des AIP reicht von der Sonnenphysik bis hin zur Kosmologie und macht es damit attraktiv für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt. Zahlreiche weitere Forschungsinstitute finden sich ebenfalls in Potsdam; unter ihnen das Albert-Einstein Institut für Gravitationsphysik sowie das Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam.

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Arianna Di Cintio, +49 331 7499 346, adicintio@aip.de

Pressekontakt: Dr. Janine Fohlmeister, 0331-7499 802, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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19.01. Babelsberger Sternennacht

Das Sternwartengebäude in Babelsberg.

19.01. Babelsberger Sternennacht

Am 19. Januar lädt das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) zur ersten Babelsberger Sternennacht im neuen Jahr ein.

Um 19:15 Uhr wird Dr. Jürgen Rendtel eine "Astronomische Jahresvorschau" geben.

Das astronomische Jahr 2017 bietet gute Gründe in den Himmel zu schauen: Zwei Verfinsterungen des Mondes können von Deutschland aus verfolgt werden. Eine totale Sonnenfinsternis ist in den USA gut zu sehen. Astronomisch betrachtet handelt es sich bei dieser Finsternis um ein Folgeereignis der damals auch in Deutschland gut sichtbaren Sonnenfinsternis aus dem August 1999! Darüber hinaus wird es um die Sichtbarkeit der Planeten, Bedeckungen heller Sterne durch den Mond, Meteorströme und mehr gehen. Zu den Erklärungen der beobachtbaren Ereignisse gibt es zudem Hinweise für die eigene Beobachtung und Aufnahme-Tipps.

Im Anschluss bieten wir eine Führung über das Gelände und – bei klarer Sicht – die Beobachtung an einem unserer Spiegelteleskope an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich.

Veranstaltungsort: AIP, An der Sternwarte 16, 14482 Potsdam

 

Weitere Termine Babelsberger Sternennächte

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Akademiepreis für AIP-Wissenschaftlerin Else Starkenburg

Von links: Michael Kunze, Akademiepräsident Andreas Gardt, Else Starkenburg und Minister Stefan Wenzel. Foto: Adrienne Lochte.

Akademiepreis für AIP-Wissenschaftlerin Else Starkenburg

28. November 2016. Am 26. November 2016 hat die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ihren diesjährigen Physikpreis an Dr. Else Starkenburg vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)...

In den Niederlanden aufgewachsen studierte Else Starkenburg an der Universität Groningen. 2011 promovierte sie dort am Kapteyn Institut mit ihrer Arbeit zu "Galactic archaeology in and around the Milky Way”. Zusätzlich schloss Else Starkenburg den Studiengang "Theoretische Philosophie" ab. Nach ihrer Promotion forschte Else Starkenburg an der University of Victoria in Kanada. 2014 kam Else Starkenburg als Karl Schwarzschild Fellow an das AIP. Im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit stehen die Erforschung der Milchstraße sowie die Untersuchung von Satellitengalaxien in deren Umkreis. Seit 2015 leitet sie zudem die Emmy Noether Forschungsgruppe „Die frühe Milchstraße“ am AIP.

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen verleiht aus Mitteln, die sie Verlagen, Industrieunternehmen und sonstigen Stiftern verdankt, jährlich je einen Preis auf dem Gebiet der Biologie, der Chemie und der Physik für herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die von jungen, in der Regel deutschen oder in Deutschland tätigen Forschern in internationalen Zeitschriften veröffentlicht worden sind.

Meldung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Else Starkenburg, 0331-7499 213, estarkenburg@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331-7499 803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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10 Jahre STELLA auf Teneriffa

STELLA auf Teneriffa. Credit: AIP

10 Jahre STELLA auf Teneriffa

8. November 2016. Die zwei robotischen STELLA-Teleskope des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) beobachten seit 2006 den Nachthimmel am Observatorio del Teide auf Teneriffa. STELLA ste...

STELLA hat in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche spannende wissenschaftliche Resultate geliefert, die mit klassischen Teleskopen nicht oder nur sehr schwer zu erreichen gewesen wären. Dies erklärt sich daraus, dass STELLA explizit für die Beobachtung einzelner Objekte – insbesondere magnetisch aktiver Sterne – über einen sehr langen Zeitraum konstruiert wurde. So konnten mit den robotischen Teleskope ganze magnetische Aktivitätszyklen an entfernten Sternen beobachtet werden und erstmalig die Zerfallszeit von Sternenflecken bestimmt werden. Darüber hinaus gelang mit STELLA der Nachweis, dass es so gut wie keine Abweichung von der Regel der abnehmenden Rotationsperiode alter Sterne gibt und im Umkehrschluss über die Bestimmung der Rotationsperiode von Sternen auf ihr Alter geschlossen werden kann.

Der völlig autonome, robotische Betrieb der beiden STELLA-Teleskope ist, auch im internationalen Vergleich, außergewöhnlich. Für den Beobachtungsbetrieb ist kein Wissenschaftler vor Ort; sämtliche Entscheidungen werden durch Software-Algorithmen getroffen. So misst eine Wetterstation permanent Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit; eine separate Kamera sucht den Himmel nach Wolken ab; bei Einbruch der Nacht fällt die Entscheidung, ob das Wetter gut genug ist, das Dach zu öffnen und Beobachtungen durchzuführen. Sämtliche Steuerungsaufgaben, von der Positionierung der Teleskope über die Fokussierung bis zur Nachführkontrolle werden ebenfalls von der Software übernommen.

 

Observatorio del Teide

Das Observatorium auf Teneriffa gehört zu den internationalen Zentren der Sonnen- und Sternbeobachtung. Umgeben vom Atlantik bieten die vulkanischen Berge der Kanarischen Insel optimale Bedingungen für astronomische Beobachtungen. Neben STELLA ist das AIP an diesem Standort auch am Betrieb des größten europäischen Sonnenteleskops GREGOR und des Vakuum Turm Teleskops (VTT) beteiligt.

 

Weitere Informationen:

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Thomas Granzer, 0331-7499 350, tgranzer@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331-7499 803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Dynamisches Duo: RAVE ergänzt Gaia

Bildausschnitt aus einem Movie, der den Flug durch die RAVE-Sterne simuliert. Credit: K. Riebe / AIP.

Dynamisches Duo: RAVE ergänzt Gaia

19. September 2016. Die fünfte RAVE-Datenveröffentlichung umfasst spektroskopische Daten von 457.588 Sternen des Südhimmels. Insgesamt werden damit Radialgeschwindigkeiten für 520.781 Spektren ...

Fünfte Datenveröffentlichung des Radial Velocity Experiment (RAVE)

Die Struktur unserer Galaxie ist definiert durch die Geschwindigkeiten und räumliche Verteilung ihrer Sterne. Letztere können so mehr über die Entstehung der Milchstraße verraten. Große spektroskopische Durchmusterungen haben bereits erfolgreich grundlegende strukturelle und dynamische Eigenschaften für eine statistische Stichprobe von Sternen in der Milchstraße erhoben. 2003 startete mit RAVE eine einzigartige neue spektroskopische Studie, die wichtige stellare Parameter bereitstellt und damit astrometrische Weltraummissionen wie Gaia ergänzt.

„Zu sämtlichen von Gaia beobachteten Sternen, die wir mit RAVE untersucht haben, liegen neben den Informationen zu ihren Eigenbewegungen und Parallaxen von Gaia dank RAVE nun auch ihre jeweiligen Radialgeschwindigkeiten und stellaren Eigenschaften vor“, erklärt Andrea Kunder, Erstautorin der RAVE-Datenveröffentlichung und Astrophysikerin am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP). „Mit diesen Sternen können wir die Milchstraße nun besser als jemals zuvor erforschen. Unser Blick auf unsere galaktische Umgebung ist jetzt viel klarer, da wir durch die Kombination von RAVE und Gaia wesentlich mehr Details erkennen.“  Von allen spektroskopischen Himmelsdurchmusterungen, bietet RAVE die größte Schnittmenge mit dem astrometrischen Tycho-Gaia Katalog .

Die vier vorangegangenen Datenveröffentlichungen von RAVE dienten bereits einer Vielzahl von weiterführenden Studien als Grundlage und trugen zum besseren Verständnis der Milchstraße bei. Die fünfte RAVE-Datenveröffentlichung umfasst nicht nur die 2013 gemachten Beobachtungen, sondern auch Beobachtungen aus vorherigen Jahren, so dass rund 30.000 neue RAVE-Spektren veröffentlicht werden. Aussagen zu atmosphärischen Eigenschaften wie Temperatur, Oberflächen-schwerkraft oder Metallizität konnten erneut verbessert werden, indem Schwerkraftdaten aus der Astroseismologie ebenso mit einbezogen wurden, wie stellare atmosphärische Parameter. Zusätzlich wurden extrem schnelle Sterne, einige extragalaktische Sterne der Großen Magellanschen Wolke sowie extrem metallreiche und extrem metallarme Sterne untersucht.

„Der wahre Schatz von RAVE ist, dass wir nun ein statistisch komplettes Bild der Sterne in unserer Milchstraßen haben. Damit werden wir Anomalitäten und die zukünftige Entwicklungen unserer Heimatgalaxie besser verstehen“, fasst Andrea Kunder zusammen.

 

Die Datenveröffentlichung erfolgt auf der RAVE-Website: https://www.rave-survey.org

Movies: https://www.rave-survey.org/project/gallery/movies/#RAVE-flightmovies

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, msteinmetz@aip.de, 0331-7499-800

Pressekontakt: Kerstin Mork, presse@aip.de, 0331-7499 803

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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