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Einsteinturm erhält Getty Grant

Der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg Potsdam (R. Arlt / Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP))

Einsteinturm erhält Getty Grant

25. Juni 2015. Die Getty Foundation gab jetzt im Rahmen der zweiten Runde der Keeping It Modern Initiative die Förderung ausgewählter Gebäude des 20. Jahrhunderts bekannt. Der Einsteinturm erhä...

„Der Einsteinturm spielt bei unseren aktiven Bestrebungen zur Erhaltung des wertvollen wissenschaftshistorischen Erbes eine besondere Rolle“, sagt Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Wissenschaftlicher Vorstand des Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP). „Durch die Förderung der Getty Foundation können wir einen zukunftsfähigen Langzeitplan zur Instandhaltung des Einsteinturms entwickeln und ihn als wissenschaftlich-technische Sehenswürdigkeit, Baudenkmal und aktives Observatorium bewahren.“

Das ausgezeichnete Sonnenobservatorium des Leibniz-Instituts für Astrophysik in Potsdam, besser bekannt als der Einsteinturm, ist das bedeutendste Bauwerk des Architekten Erich Mendelsohn und gilt als hervorragendes Beispiel des deutschen Expressionismus.

Als erstes Turmteleskop für Sonnenbeobachtungen in Europa wurde es mit dem Ziel der Überprüfung von Einsteins Relativitätstheorie gebaut. Auch heute wird es weiterhin als wissenschaftliche Einrichtung genutzt. Mit seinem Entwurf löste sich Mendelsohn vom Paradigma der rechtwinkligen Bauweise und fertigte eine geschwungene dynamische Form, die die neuen Modelle des Universums wiederspiegeln sollte. Der Gebrauch von Beton für die glatte und einheitliche Oberfläche des Bauwerkes über einem Untergrund aus Ziegelsteinen war zu seiner Zeit innovativ und erzielte die expressive plastische Form. Allerdings führte die experimentelle Kombination der Materialien dazu, dass das Gebäude anfällig für die Durchfeuchtung und das Eindringen von Wasser ist, welches der Gesamtstruktur und wissenschaftlichen Ausrüstung zusetzt.

Der Getty Grant dient der Erstellung einer detaillierten Studie der Feuchtigkeitsprobleme des Gebäudes, inklusive der Untersuchung der thermischen Belastung durch fluktuierende jahreszeitliche Bedingungen typisch für Betonbauten in gemäßigten Klimazonen.

„Moderne Architektur ist eine in besonderem Maße gefährdete Kunstform des 20. Jahrhunderts. Ursache ist die Verwendung von damals neuen Materialien, welche die Bewegung gleichzeitig charakterisieren“ sagt Deborah Marrow, Direktorin der Getty Foundation. „Die neue Runde der Keeping It Modern Grants beinhaltet einige der erlesensten Beispiele Moderner Architektur rund um den Globus. Die geförderten Projekte adressieren Herausforderungen der Architekturerhaltung und werden über die individuellen Gebäude hinaus das Feld beeinflussen.“

 

weitere Informationen:

Keeping It Modern Pressemitteilung

Getty Foundation

 

Kontakt:

Leiter des Sonnenobservatoriums Einsteinturm: apl. Prof. Dr. Carsten Denker, 0331 7499 297, cdenker@aip.de

Presse- und Öffentlichkeit: Dr. Janine Fohlmeister, 0331-7499 383, presse@aip.de

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Trauermitteilung: Emil Popow (1950-2015)

Emil Popow

Trauermitteilung: Emil Popow (1950-2015)

23. Juni 2015. Unser lieber Kollege Emil Popow ist am 19. Juni 2015 nach schwerer Krankheit verstorben. Emil Popow hat mehr als 40 Jahre am AIP gewirkt und maßgeblich beim Aufbau der Forschungstec...

Emil Popow wurde am 28. Dezember 1950 in Warna, Bulgarien, geboren. Im September 1967 begann er seine Facharbeiterausbildung am Zentralinstitut für Astrophysik Potsdam (ZIAP) bei Jochen Engelbrecht, die er am 1.12.1969 abschloss. Nach einer Weiterbildung zum physikalisch-technischen Assistenten arbeitete er ab 1972 in der Astrophysikalisch-Technischen Abteilung (ATA) des ZIAP.  Von 1973 bis 1977 studierte Emil Popow Physik an der Humboldt-Universität Berlin und schloss das Studium 1977 als Diplom Physiker ab.

Von 1977 bis 1991 arbeitete er an der Entwicklung von Beobachtungs- und Auswertetechnik, wie z.B. von lichtelektrischen Empfängern und beschäftigte sich insbesondere mit der Untersuchung und Erforschung der CCD-Technik. Ab 1992 wirkte er am AIP in der Forschungstechnik und übernahm 2003 deren Leitung. Bis 2014 war Emil Popow maßgeblich an der Entwicklung von Forschungstechnologien und Beobachtungstechniken für PMAS, das LBT, STELLA und  GREGOR beteiligt.

Wir werden ihn als immer bescheidenen und hilfsbereiten Freund und Kollegen sehr vermissen. Seinen Einsatz für unser Institut werden wir dankbar in unserer Erinnerung bewahren.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Freitag, 26. Juni 2015, 10:00 Uhr in  Wilhelmshorst statt.

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13. Juni: Lange Nacht der Wissenschaften

Der Große Refraktor auf dem Telegrafenberg.

13. Juni: Lange Nacht der Wissenschaften

Am Samstag, den 13. Juni öffnete der Telegrafenberg zwischen 17 und 24 Uhr seine Pforten für die interessierte Öffentlichkeit zur Langen Nacht der Wissenschaften. Auch der Große Refraktor und d...

Im Einsteinturm lockten Vorträge zur aktuellen Sonnenphysik ebenso wie Führungen durch die Labore.

Im Großen Refraktor konnten die Kleinsten beim Astroquiz ihr Wissen testen. Vorträge zu unterschiedlichen Themen boten Einblick in die Arbeit des Instituts. Nach einer kleinen Jazzsession im Kuppelraum folgte schließlich als Highlight die Beobachtung mit dem Großen Refraktor.

 

Infos in der Übersicht:

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Nachruf Marie-Luise Strohbusch

Marie-Luise Strohbusch

Nachruf Marie-Luise Strohbusch

8. Juni 2015. Mit Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unserer ehemaligen Kollegin Marie-Luise Strohbusch.

Geboren am 8. Mai 1934, starb sie am 3. Juni 2015 in Potsdam.

1953 wurde sie unter der Leitung von Prof. Walter Grotrian Mitarbeiterin am Astrophysikalischen Observatorium Potsdam auf dem Telegrafenberg und war über vier Jahrzehnte bis 1999 am Institut tätig.

Auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand blieb sie dem Institut eng verbunden. Seit 1997 arbeitete sie maßgeblich im Förderverein „Großer Refraktor Potsdam e.V.“ mit und war bis März diesen Jahres die Schatzmeisterin des Fördervereins.

Am 4. Oktober 2004 wurde ihr von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

- Für ihr Engagement für den Großen Refraktor auf dem Telegrafenberg

- Und für 40 Jahre Kirchenälteste an der Evangelischen Nikolaikirchengemeinde Potsdam

Vielen von Ihnen ist sie bekannt als Mitglied des Fördervereins Großer Refraktor, unermüdlich darin das AIP in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und gute Seele vom Telegrafenberg.

Wir haben eine engagierte, liebenswerte Mitarbeiterin verloren, die wir immer in Erinnerung behalten werden.

 

Die Trauerfeier findet am Montag, dem 15.06.2015 um 9:30 Uhr in der Nikolaikirche statt mit anschließender Beisetzung um 11:00 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Potsdam.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Zusammenkommen bei Kaffee und Imbiss im Gemeinderaum der Nikolaikirche.

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Die Geschichte der Milchstraße – 592. Heraeus-Seminar

1. Juni 2015. Vom 1. bis 5. Juni 2015 treffen sich Astrophysikerinnen und Astrophysiker in Bad Honnef beim 592. Wilhelm und Else Heraeus-Seminar, um zukünftige Aktivitäten im Bereich spektroskopi...

Die Entstehung und Entwicklung der Milchstraße ist in der Kinematik, Chemie und dem Alter ihrer Sterne festgeschrieben. Um diese vielfältige Geschichte zu entschlüsseln, nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler groß angelegte Himmelsdurchmusterungen, mit denen weite Teile unserer Galaxie erfasst werden können (“Galaktische Archäologie”). Derzeit werden mit großen spektroskopischen Durchmusterungen wie RAVE, SEGUE, LAMOST, Gaia-ESO, APOGEE und GALAH stellare Parameter, Radialgeschwindigkeiten und chemische Mengenverhältnisse gemessen. Neueste asteroseismische Beobachtungen verschiedener Sternpopulationen erfordern die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Expertise verschiedener Fachbereiche der Astrophysik, von der Modellierung der Galaxienentstehung über Sternentwicklung und -atmosphären bis zu den Daten der Astroseismologie und Spektroskopie.

Cristina Chiappini, Leiterin des Organisationsteams und Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Astrophsik Potsdam (AIP), betont: „Wir möchten insbesondere auch Doktorandinnen, Doktoranden und Postdocs ermuntern, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, da sie es sind, die den zukünftigen Erfolg der weiteren Forschung in der Hand haben.“

Nachwuchswissenschaftler aktiv in die Gestaltung wissenschaftlicher Zukunftsthemen zu involvieren ist eines der Hauptziele der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, die auch das jetzt stattfindende Seminar finanziert.

Das Physikzentrum in Bad Honnef wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) betrieben und wird sowohl von der Universität Bonn als auch vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Wissenschaftlicher Kontakt: Cristina Chiappini, cristina.chiappini@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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