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Karl Schwarzschild Fellow 2014: Else Starkenburg

Else Starkenburg. (Credit: privat)

Karl Schwarzschild Fellow 2014: Else Starkenburg

1. September 2014. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) begrüßt Dr. Else Starkenburg als Karl Schwarzschild Fellow 2014. In den Niederlanden aufgewachsen studierte Else Starkenburg...

Im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit stehen die Erforschung der Milchstraße sowie die Untersuchung von Satellitengalaxien in deren Umkreis. In den kommenden drei Jahren wird Else Starkenburg ihre kosmologische Forschung nun am AIP in Babelsberg fortsetzen.

Das Karl Schwarzschild Fellowship Programm wird abwechselnd in den Forschungsbereichen Extragalaktische Astrophysik und Sternphysik ausgeschrieben und einem internationalen Wettbewerb vergeben. Von einem Karl Schwarzschild Fellow wird neben einer Promotion in den vergangenen fünf Jahren erwartet, dass er oder sie als exzellenter Nachwuchswissenschaftler die Forschung des AIP mit einem eigenständigen Forschungsprogramm bei gleichzeitiger Betreuung von Studierenden bereichert.

Am AIP wird die Forschungstradition der Berliner Sternwarte und des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam (AOP) weitergeführt. Das breite wissenschaftliche Profil des AIP reicht von der Sonnenphysik bis hin zur Kosmologie und macht es damit attraktiv für Wissenschaftler aus aller Welt. Zahlreiche weitere Forschungsinstitute finden sich ebenfalls in Potsdam; unter ihnen das Albert-Einstein Institut für Gravitationsphysik sowie das Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam.

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Roelof de Jong, 0331-7499 648, rdejong @aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331-7499 469, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Kosmologie-Konferenz in Potsdam

25. August 2014. Der 11. Thinkshop des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) steht im Zeichen der Kosmologie. Rund 130 Wissenschaftler kommen vom 25. bis 29. August auf dem Potsdamer Tel...

Zwerggalaxien, die im Mittelpunkt der Konferenz stehen, gehören zu den extremsten Objekten im Universum. Da sie sehr lichtschwach sind, können Astronomen diese vor vielen Milliarden Jahren entstandenen Galaxien nur im nahen Universum beobachten. Durch eine sorgfältige Auswertung ihrer Beobachtungen erlangen die Wissenschaftler ein immer besseres Verständnis dieser Galaxien-Form und können daraus Rückschlüsse auf die Entwicklung des gesamten Universums und die Entstehung der Milchstraße ziehen. Ziel der Organisatoren des Thinkshops ist es, Experten der beobachtenden und theoretischen Kosmologie zusammenzuführen. Erfolge und Herausforderungen aktueller Simulationsmodelle werden dabei ebenso diskutiert wie die Erwartungen an neue Beobachtungskampagnen.

Das hochkarätig besetzte Teilnehmerfeld belegt die Relevanz dieses internationalen Thinkshops zu dem Gäste aus über zwanzig Nationen nach Brandenburg anreisen. Unter ihnen sind mit Carlos Frenk, Simon White und Brent Tully gleich drei Astronomen, die den renommierten Gruber-Preis für Kosmologie erhalten haben. Zudem freut sich das AIP mit Brent Tully und Yehuda Hoffman zwei Wempe-Preisträger erneut in Potsdam begrüßen zu dürfen.

 

Hinweis an die Redaktion:

Am Montag (25.08.) findet ab 18 Uhr im Kuppelsaal des Großen Refraktors ein Empfang für Teilnehmer des Thinkshops statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Gerne vermitteln wir bei Interesse Gespräche mit den Organisatoren oder einzelnen Sprechern des Thinkshops.


Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Noam Libeskind, 0172 7336 914, nlibeskind@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork , 0331 7499 469, presse@aip.de

 

Weitere Information: http://thinkshop.aip.de/dwarfs2014 - ausführliches Programm, englischsprachig

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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RAVE kartiert interstellare Materie

Ausschnitt einer der DIBs-Karten.

RAVE kartiert interstellare Materie

15. August 2014. Ein internationales Team von Astronomen hat mithilfe von RAVE-Daten detailgenaue Karten der interstellaren Materie der Milchstraße erzeugt. Diese Karten könnten zur Lösung eines...

Die Karten und die dazugehörige wissenschaftliche Studie erscheinen in der Ausgabe vom 15. August 2014 der Zeitschrift Science. Sie basieren auf Daten einer zehnjährigen Beobachtungskampagne des vom AIP initiierten und koordinierten Radial Velocity Experiments (RAVE) mit dem insgesamt 500.000 Sterne der Milchstraße erfasst wurden.

Material im interstellaren Raum, ein Gemisch aus Staub und Gas aus Atomen und Molekülen, bleibt übrig wenn ein Stern stirbt und wird so auch zum Baustein neuer Sterne und Planeten. Die Farb- beziehungsweise Energieanalyse des Lichts, welches sich durch den Raum fortbewegt, liefert Astronomen wichtige Informationen über die Zusammensetzung der Materie, die das Licht zuvor passiert hat. Im Jahr 1922 entdeckte die junge Astronomin Mary Lea Heger in ihren Beobachtungen dunkle Linien, die belegten, dass das Licht von einer bis dato unbekannten Quelle absorbiert worden sein musste. Diese Linien wurden „Diffuse Interstellare Bänder“ (DIBs) genannt. Durch welche Art von Materie sie erzeugt werden und wo genau sich diese im Raum befindet ist bis heute unklar.

Eben dies herauszufinden ist jedoch extrem wichtig für Astronomen, um Aufschluss über die physikalischen Bedingungen und die Chemie des interstellaren Raumes zu erhalten, auf denen wiederum die Theorien zur Stern- und Galaxienentstehung basieren. Eine Vermutung der Wissenschaftler ist, dass die DIBs erzeugende Absorption des Sternenlichts, auf die Existenz von ungewöhnlich großen, komplexen Molekülen hinweist. Ein Beweis dieser These steht noch aus. Die neuen 3D-Karten des DIB-erzeugenden Materials in unserer Milchstraße, welche von dem Team aus 23 Wissenschaftlern nun in Science vorgestellt werden, könnten jetzt zu einer Lösung des langjährigen astronomischen Rätsels beitragen.

„Durch die großräumige Vermessung unserer Milchstraße mit der Durchmusterung RAVE konnte erstmals die dreidimensionale Verteilung der „DIBs“ vermessen werden“, so Prof. Matthias Steinmetz, Leiter des RAVE-Projekts. „Insbesondere zeigt es sich, dass die komplexen, für die DIB verantwortlichen Moleküle auch weiter von der galaktischen Ebene entfernt zu finden sind als dies etwa für den interstellaren Staub der Fall ist“. Geleitet wurde die in Science publizierte Analyse von Janez Kos und Tomaz Zwitter von der Universität Ljubljana in Slowenien.

RAVE ist ein multinationales Projekt unter Führung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), an dem sich Wissenschaftler aus Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, den Niederlanden, Slowenien und den USA beteiligen. Die Finanzierung von RAVE, die einen umfangreichen Zugang zum Teleskop und Instrument ermöglicht, wird von den teilnehmenden Institutionen und von den jeweiligen nationalen Organisationen zur Forschungsförderung geleistet.


Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, +49 331 7499 381, msteinmetz@aip.de

 

Kontakt zu Erstautoren der Publikation: Janez Kos, University of Ljubljana, janez.kos@fmf.uni-lj.si, +386 1 4766 507

 

Pressekontakt: Dr. Gabriele Schönherr / Kerstin Mork , +49 331 7499 469, presse@aip.de

 

Weitere Information:

The Radial Velocity Experiment (RAVE)

 

Film: [mp4, 1280x720, 14 MB]

Der Film zeigt die Verteilung der mit RAVE analysierten Sterne der Milchstraße (basierend auf dem 4. Datenrelease, Kordopatis et al. 2013) im Vergleich zu einem Modell der Scheibe der Milchstraße.
Blau: Zwergsterne, Rot: sehr viel hellere Riesensterne
(Credit: Gal Matijevic (visualisation), The RAVE Collaboration)


 

Karte: (Bild zur Vergrößerung anklicken)

Maps of the measured DIB absorption in respect to the area they cover in our galaxy.

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Sloan startet neue Himmelsdurchmusterung

(Credits: Dana Berry/SkyWorks Digital Inc. and SDSS).

Sloan startet neue Himmelsdurchmusterung

16. Juli 2014. Aufbauend auf 14 erfolgreichen Jahren astronomischer Entdeckungen startet das Sloan Digital Sky Survey Projekt (SDSS) ein Großprogramm von drei neuen Himmelsdurchmusterungen bis in ...

In dieser neuen Phase wird das SDSS die Zusammensetzung und Bewegung von Sternen über die gesamte Milchstrasse im Detail studieren, wobei ein zusätzliches Teleskop in Chile genutzt wird.

Es werden detaillierte Karten der internen Struktur tausender naher Galaxien erstellt, um ihren Entwicklungsprozess über Milliarden Jahre zu untersuchen - dabei wird eine neuartige Faserbündeltechnologie genutzt, die gleichzeitig Spektren an verschiedenen Orten aufnehmen kann.

Sloan wird die Expansion des Universums während der bisher nur wenig verstandenen, 5 Milliarden Jahre langen Periode, messen, als die Dunkle Energie begann die Ausdehnung zu dominieren.


Die neue Himmelsdurchmusterung ist ein Projekt von über 200 Astronomen an mehr als 40 Institutionen auf vier Kontinenten und umfasst Teleskope sowohl in der nördlichen wie südlichen Hemisphäre. Mit diesen Teleskopen wird SDSS nun erstmals in der Lage sein den gesamten Himmel zu beobachten.

 

Basierend auf der englischen Pressemitteilung des SDSS-Projekts

Mehr Bilder und Videos auf der SDSS Webseite.

 

Wissenschaftlicher Kontakt am AIP: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, msteinmetz@aip.de, +49 331 7499 381

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Verleihung des Wempe-Preises an Brent Tully

Prof. R. Brent Tully (Institute for Astronomy Honolulu, Hawaii)

Verleihung des Wempe-Preises an Brent Tully

30. Juni 2014. Heute erhält Prof. R. Brent Tully vom Institute for Astronomy Honolulu, Hawaii den Wempe-Preis in Anerkennung seiner wegweisenden Forschung über die Struktur von Galaxien und die g...

In Kanada geboren, erhielt Tully seinen Doktorgrad an der University of Maryland. Er forschte im Anschluss an verschiedenen Universitäten in Europa und in den USA bis er einen Ruf an das Institute for Astronomy Honolulu, Hawaii erhielt. Tully ist in der Astronomischen Scientific Community bereits seit 1977 wohlbekannt, als er gemeinsam mit seinem Kollegen Richard Fisher die berühmte Tully-Fisher Regel entwickelte. Diese Formel beschreibt, wie die Rotationsgeschwindigkeit von Spiralgalaxien mit deren Leuchtkraft zusammenhängt.

Tully's Expertise ist eng mit den Forschungsinhalten und -zielen des CLUES-Projektes am AIP verknüpft. Mit diesem Projekt  stellt ein internationales Team von Astrophysikern Simulationen des lokalen Universums für das Studium der Galaxienbildung bereit.

 

 

Ablauf Preisverleihung

15:30 Uhr. Begrüßung und Laudatio: Dr. Claudia Herok, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg / Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Wissenschaftlicher Vorstand des AIP

* Preisübergabe*

16:45 Uhr. Festvortrag von Prof. Dr. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Garching: "The evolution of massive star forming disks at the peak of the galaxy formation epoch"

 

Zum Wempe-Preis

Der Johann-Wempe-Preis wird seit dem Jahr 2000 zu Ehren des letzten Direktors des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, Prof. Dr. Johann Wempe (1906 - 1980), vergeben. Der Preis wird aus Mitteln finanziert, die Wempe privat hinterlassen hat und besteht in einer Einladung zu einem mehrmonatigen Gastaufenthalt am AIP mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Er kann sowohl an jüngere Wissenschaftler, die bereits mit bemerkenswerten Leistungen hervorgetreten sind, als auch an ältere Wissenschaftler in Würdigung ihrer gesamten wissenschaftlichen Leistung verliehen werden.

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, +49 331 7499 381, msteinmetz@aip.de

Pressekontakt: Dr. Gabriele Schönherr, +49 331 7499 383, presse@aip.de


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