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Aktuelles

Gewinnerinnen des "Young Scientist Contest" am AIP

Beobachtung von Sonnenflecken aus der Ostkuppel des AIP. (Foto: J. Fohlmeister / AIP)

Gewinnerinnen des "Young Scientist Contest" am AIP

7. August 2015. Drei israelische Schülerinnen, die beim „Young Scientist Contest“ in Jerusalem den Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen haben, waren am...

Die Gewinnerinnen Ramaa Jabareen (18), Taili Hardiman (18) und Noa Hen (17) besuchen auf einer dreiwöchigen Reise durch Deutschland zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen des Landes. Die Schülerinnen erhalten so während ihres Besuchs einen Einblick in unterschiedlichste wissenschaftliche Fachbereiche. Gastgeberin ist die Universität Potsdam.

Die Auszeichnung ermöglicht es den Schülerinnen, den Wissenschaftsstandort Deutschland näher kennenzulernen. Auf dem Besuchsprogramm stehen neben der Universität Potsdam, die seit 2013 im Auftrag des BMBF die Studienreisen ausrichtet, auch die Berliner Universitäten sowie die Universitäten in München und Mainz.

Am Leibniz-Insitut für Astrophysik Potsdam bekamen sie Antworten auf viele spannende Fragen. Etwa, wie die Sterne und das Weltall aufgebaut sind, wie sie sich weiter entwickeln und wie das Universum erforscht wird. Nach einer kleinen Führung über den AIP Campus Babelsberg nutzten sie die Gelegenheit und das gute Wetter, um mit dem 50cm-Spiegelteleskop des Instituts Sonnenflecken mit eigenen Augen zu beobachten.

Der BMBF-Sonderpreis ist Ausdruck der deutsch-israelischen Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Technik.

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Matthias Winker neuer administrativer Vorstand des AIP

Matthias Winker (privat).

Matthias Winker neuer administrativer Vorstand des AIP

4. August 2015. Neuer administrativer Vorstand des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) ist seit dem 1. August 2015 Matthias Winker. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Vorstand und Sp...

Matthias Winker studierte an der Technischen Universität Dresden Ingenieurswissenschaften und an der Donau-Universität Krems in Österreich Hochschul- und Wissenschaftsmanagement. Nach diversen Leitungsfunktionen an der TU Dresden im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Bereich war er zuletzt im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Leitungsstab bzw. im Büro des Staatssekretärs für die Bereiche Strategieentwicklung, Europäische- und Internationale Angelegenheiten verantwortlich.

Herr Winker ist ein ausgewiesener Experte im Bereich des Wissenschaftsmanagements, insbesondere in den Bereichen Wissenschaftsfinanzierung, Organisations- und Personalentwicklung sowie der europäischen Forschungsförderung.

Der Stiftungsvorstand ist gegenüber dem Kuratorium als Aufsichtsorgan der Stiftung für die Geschäfte der Stiftung und für die Erfüllung des Stiftungszweckes verantwortlich. Das administrative Mitglied im Stiftungsvorstand ist verantwortlich für den Haushalt und vertritt die Stiftung in Geschäften der laufenden Verwaltung. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten zur Erfüllung des Stiftungszweckes eng und vertrauensvoll auf der Grundlage einer Geschäftsordnung zusammen.

Pressekontakt: Dr. Janine Fohlmeister, presse@aip.de, 0331-7499 802

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Ein Stern auf der Durchreise

Orbit von MACHO 176.18833.411. (Credit: AIP / J. Fohlmeister, A. Kunder.)

Ein Stern auf der Durchreise

21. Juli 2015. Andrea Kunder, Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), hat mit ihrem Team die Geschwindigkeiten von rund 100 RR Lyrae Sternen* im Zentrum unserer Milchs...

„Der Stern mit dem Katalognamen MACHO 176.18833.411 hat die höchste Geschwindigkeit, die wir je bei einem RR Lyrae Stern im Bulge messen konnten. Mit einer Geschwindigkeit von 482 km/s bewegt er sich knapp unterhalb der Fluchtgeschwindigkeit, die ihn aus der Galaxie hinaus schleudern würde”, so Andrea Kunder. Sterne mit so hoher Geschwindigkeit sind sehr selten nahe des galaktischen Zentralbereichs zu finden. Da es sich bei dem jetzt entdeckten Stern um einen RR Lyrae Vertreter handelt war es den Wissenschaftlern möglich, seinen Orbit detailliert zu berechnen. Sie fanden dabei heraus, dass die Bahnbewegung des Sterns nicht auf den Bulge begrenzt ist, sondern sich bis weit in die Außenbereiche, dem Halo der Milchstraße, erstreckt.

Dank dieser Entdeckung wird es zukünftig einfacher werden, alte Bulge-Sterne von solchen in anderen Regionen der Milchstraße zu unterscheiden. Auch im Bulge muss damit gerechnet werden, Sterne aus den Außenbereichen zu finden. Solche durchziehenden Sterne könnten fälschlicherweise für ursprüngliche Bulge-Sterne gehalten werden. Dass der jetzt entdeckte Stern ein Einzelfall ist, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

*RR Lyrae Sterne sind variable Sterne, die in der Astronomie als sogenannte „Standardkerzen“ dienen mit denen galaktische Entfernungen gemessen werden können. Der erste dieser Sterne wurde in der Sternenkonstellation „Leier“ (griechisch: Lyra) entdeckt. Bis heute wurden über 38.000 RR Lyrae Sterne identifiziert.

Publikation: Andrea Kunder et al.: A high-velocity bulge RR Lyrae variable on a halo-like orbit, in: Astrophysical Journal Letters (ApJ, 808, L12).

 

Bildbeschreibung: Die berechnete Bewegung des Sterns (blau) über die letzten eine Milliarde Jahre. Der Stern (rot) wurde nahe dem galaktischen Zentrum (mittig) entdeckt, bewegt sich aber anders als unsere Sonne (gelb) mit rasender Geschwindigkeit weit über die Scheibe der Milchstraße hinaus. Allein durch die Schwerkraft wird er immer wieder ins Zentrum zurückgezogen. (Credit: AIP / J. Fohlmeister, A. Kunder)

Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Andrea Kunder, 0331 7499 646, akunder@aip.de

Pressekontakt:
Kerstin Mork, 0331-7499 803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Brücke aus Dunkler Materie in kosmischer Nachbarschaft

Bewegungsmuster der Galaxien im Umkreis der Milchstraße (Detail).

Brücke aus Dunkler Materie in kosmischer Nachbarschaft

14. Juli 2015. Mithilfe neuester Beobachtungsdaten haben Noam Libeskind vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und sein Team eine genaue Karte der Bewegung naher Galaxien in unserer ko...

Zwerggalaxien umgeben scheinbar gleichmäßig verteilt größere Galaxien. Da sie sehr leuchtschwach sind, ist es schwer sie zu beobachten, so dass sie bisher fast ausschließlich in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft gefunden wurden. Betrachtet man die Bewegung der Zwerggalaxien in der Nähe unserer Milchstraße und um unsere Nachbargalaxien Andromeda und Centaurus A ergibt sich ein faszinierendes Bild: die Zwerggalaxien sind nicht gleichmäßig verteilt, sondern zu einer riesigen, flachen, wahrscheinlich sogar rotierenden Scheibe verdichtet. Solche Strukturen sind nicht zwangsweise mit Standardmodellen zur Galaxienentwicklung erklärbar und stellen daher eine Herausforderung für die gegenwärtige astronomische Forschung dar.

Denkbar ist, dass diese kleinen Galaxien die Geometrie größerer Strukturen spiegeln. „Zum ersten Mal konnten wir über Beobachtungsdaten nachweisen, dass sogenannte ‚super highways’ die Zwerggalaxien durch den gesamten kosmischen Raum über Brücken aus Dunkler Materie leiten“, so Noam Libeskind. Diese kosmischen „super highways“ dienen den vorbeiziehenden Satelliten als Startrampe über die sie Richtung Milchstraße, Andromeda oder Centaurus A geschossen werden. „Es ist beeindruckend, wie sehr diese galaktischen Brücken die Zwerggalaxien beeinflussen“, fährt Libeskind fort „insbesondere, wenn man den Größenunterschied bedenkt: die Scheibe, auf der die Zwerggalaxien sich sammeln hat in etwa ein Prozent der Größe der galaktischen Brücke Richtung Virgo-Galaxienhaufen.“

Publication: Noam Libeskind et al. “Planes of satellite galaxies and the cosmic web“ in Monthly Notices of the Royal Astronomical Society und arXiv.

 

 

Bildbeschreibung: Die Bewegungsmuster von Zwerggalaxien entlang von Brücken aus Dunkler Materie Richtung des Virgo-Galaxienhaufens im Umkreis der Milchstraße, Andromeda und Centaurus A. (Zur Vergrößerung anklicken)

Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Noam Libeskind, 0331 7499 641, nlibeskind@aip.de

Pressekontakt:
Kerstin Mork, 0331-7499 803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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Babelsberger Sternennacht: "Röntgenblick ins Universum"

Die historische Sternwarte des AIP.

Babelsberger Sternennacht: "Röntgenblick ins Universum"

Am Donnerstag, 16. Juli lädt das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) zur nächsten Sternennacht auf den Forschungscampus Babelsberg ein.

Um 20:15 Uhr wirft Dr. Iris Traulsen gemeinsam mit den Besuchern einen "Röntgenblick ins Universum" und berichtet zu heißen Galaxien, aktiven Sternen und Schwarzen Löchern. Im Anschluss findet eine Führung über das Gelände und - bei klarer Sicht - eine Beobachtung des Potsdamer Nachthimmels mit einem der Spiegelteleskope aus der historischen Sternwarte von 1913 statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort ist das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), An der Sternwarte 16, 14482 Potsdam.

Anfahrt

 

Eine Übersicht aller Babelsberger Sternennächte finden Sie hier.

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