13. AIP-Thinkshop widmet sich der Kosmologie

29. März 2016. In Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck veranstaltet das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) seinen 13. Thinkshop unter dem Titel „Near Field Cosmology”. Vom 29. März bis zum 3. April werden rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Universitätszentrum Obergurgl in Österreich die jüngsten Fortschritte in der beobachtenden und theoretischen Kosmologie diskutieren.
13. AIP-Thinkshop widmet sich der Kosmologie

Cosmic Flows (Credit: AIP)

Die beobachtende Kosmologie richtet ihren Blick traditionell auf die äußeren Bereiche des sichtbaren Universums und arbeitet daran, immer weiter zurück in die Zeit und die Tiefen des Weltraums zu schauen. Erst seit kurzem wächst unter Kosmologen die Überzeugung, dass es auch im nahen Universum noch viel zu entdecken gibt. Sie werden in ihrer Suche nach den Anhaltspunkten in den Eigenschaften naher Objekte, die über die kosmische Entwicklungsgeschichte Aufschluss geben können, immer mehr zu Archäologen. Für dieses neue Forschungsgebiet wurde der Begriff „Near Field Cosmology“ geprägt.

Ein besseres Verständnis unserer kosmischen Nachbarschaft wird zu einem besseren Verständnis des Universums insgesamt beitragen. Brent Tully (Hawaii), Helene Courtois (Lyon) und Jenny Sorce (AIP) werden im Rahmen des Thinkshops erstmalig Daten des „CosmicFlows3“-Katalogs präsentieren. Der Katalog beinhaltet die exakten Positionen und Geschwindigkeiten von knapp 20.000 Galaxien im Umkreis der Milchstraße. Diese Daten setzen einen Meilenstein für das Verständnis unserer kosmischen Nachbarschaft in einer Entfernung von bis zu 100 Millionen Lichtjahren.

Wissenschaftlicher Kotakt: Dr. Stefan Gottloeber, +49 151 58323983, sgottloeber@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork , +49 331 7499 803, presse@aip.de

 

Weitere Informationen auf:  http://transidee-conference.uibk.ac.at/NFCosmology2016

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.