Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Aktuelles / Aus dem Institut / AIP Schwarzschild Fellow Marcel Pawlowski mit Klaus Tschira Boost Fund gefördert
Drucken  

AIP Schwarzschild Fellow Marcel Pawlowski mit Klaus Tschira Boost Fund gefördert

11. Mai 2020. Dr. Marcel Pawlowski, Schwarzschild-Fellow am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), erhält eine Förderung der Klaus Tschira Stiftung und des Vereins German Scholars Organisation für seine Forschung zur Verteilung der Satellitengalaxien um die Milchstraße und die Natur der Dunklen Materie.
AIP Schwarzschild Fellow Marcel Pawlowski mit Klaus Tschira Boost Fund gefördert

Dr. Marcel Pawlowski. Credit: privat

Das geförderte Projekt befasst sich mit der Bewegung kleiner Galaxien, sogenannter Satellitengalaxien, um die Milchstraße. Führende kosmologische Modelle sagen voraus, dass sich solche Satellitengalaxien eher zufällig verteilen und bewegen. Beobachtungen zeigen aber eine überraschende Ordnung: Die Satelliten weisen eine Vorzugsrichtung auf und bewegen sich entlang abgeflachter Strukturen. Diese „Ebenen der Satellitengalaxien“ stellen das Verständnis der Kosmologie und der Galaxienentstehung grundlegend in Frage.

„Ich werde Systeme von Satellitengalaxien in einer Reihe von kosmologischen Simulationen untersuchen, um das Auftreten, die Eigenschaften und den Ursprung von Satellitenebenen zu bestimmen und um festzustellen, ob sie uns etwas über die Eigenschaften ihrer Heimatgalaxie oder die Natur der Dunklen Materie sagen können“ erläutert Marcel Pawlowski. „Ich freue mich sehr dass der KT Boost Fund es mir, neben der traditionellen Forschungsförderung, auch ermöglicht Ideen umzusetzen die oft schwieriger zu finanzieren sind, wie beispielsweise die Organisation eines interdisziplinären Hackathons am AIP um dort internationale Experten zusammen zu bringen und neue Forschungsideen zu entwickeln.“ Pawlowski wechselte 2018 als Schwarzschild Fellow ans AIP nach Potsdam. Davor forschte er als Hubble Fellow an der University of California in Irvine und als Postdoc an der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio.

Die Klaus Tschira Stiftung und die German Scholars Organisation haben zum zweiten Mal junge Forschende ausgewählt, die über das Programm „Klaus Tschira Boost Fund“ unterstützt werden. In den kommenden beiden Jahren erhalten insgesamt elf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bis zu 80.000 Euro Fördermittel für ihre Projekte. Das Programm richtet sich an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik. Mit den unabhängigen Fördermitteln können die Fellows eigene Projekte innerhalb von zwei Jahren umsetzen. Unterstützt werden dabei vor allem interdisziplinäre sowie internationale Projekte, auch gewagtere Forschungsvorhaben. Ziel des Programms ist es, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglichst früh zu ermöglichen, unabhängig zu forschen und ihr Profil zu schärfen.

 

Pressemitteilung der Klaus Tschira Stiftung:

https://www.klaus-tschira-stiftung.de/klaus-tschira-stiftung-und-german-scholars-organization-foerdern-elf-junge-forschende-mit-je-80-000-euro/

Mehr zum Projekt:

https://www.gsonet.org/foerderprogramme/klaus-tschira-boost-fund/fellows/fellows2020/marcel-pawlowski.html

Pressekontakt AIP:

Sarah Hönig, 0331 7499 803, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.