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Kleinplanet nach Potsdamer Astronomen benannt

13. September 2012. Der Kleinplanet 278513 trägt ab sofort den Namen „Schwope“. Dies teilte die Internationale Astronomische Union (IAU) im September mit.
Kleinplanet nach Potsdamer Astronomen benannt

Dr. Axel Schwope

Entdeckt wurde der Himmelskörper am 14. Februar 2008 von Bernd Thinius an seiner privaten Sternwarte in Potsdam-Bornim. Mit der Entdeckung verbindet sich das Recht, der IAU einen Namen vorzuschlagen. In Anerkennung der Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Wissenschaftler fiel seine Wahl auf Axel Schwope, Astrophysiker am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP).

Schwope forscht seit 1992 am AIP und ermöglichte dem späteren Entdecker Thinius die Benutzung des hauseigenen 70 Zentimeter-Teleskops. Mittlerweile hat sich der Amateurastronom selbständig gemacht und geht seit 2006 mit seinem eigenen Teleskop auf Kleinplanetensuche. Der erste von ihm entdeckte Asteroid erhielt den Namen „Bornim“.

Seine zweite Entdeckung, der Kleinplanet „Schwope“, ist Teil des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter. Mit einer Umlaufzeit von 3,7 Jahren und einem Durchmesser von etwa 2,5 Kilometern beträgt seine Erdentfernung derzeit rund 511 Millionen Kilometer.

Der irdische Schwope zeigte sich geehrt und gerührt: „Zunächst wollte ich die Ehrung nicht annehmen, aber Bernd Thinius hat mich am Ende überzeugt. Ich bin ihm für die Namensgebung sehr dankbar, sie ist Ausdruck einer sehr gelungenen Zusammenarbeit zwischen einem Profi und einem Amateur, die mittlerweile sogar in eine gemeinsame wissenschaftliche Publikation in den Astronomischen Nachrichten mündete“.

 

Entdeckungsaufnahme von „Schwope"

 

Weitere Informationen

http://www.minorplanetcenter.net/db_search/show_object?object_id=278513

Wissenschaftlicher Kontakt

Dr. Axel Schwope, 0331-7499-232, aschwope@aip.de

Pressekontakt

Kerstin Mork, 0331-7499-469, presse@aip.de

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP dabei im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.