Volles Haus beim Tag der offenen Tür auf dem Telegrafenberg
Etwa 3500 Besucherinnen und Besucher strömten zum Tag der offenen Tür auf den Telegrafenberg
Bild: AIPDie vier Forschungsinstitute des Telegrafenbergs hatten für den 26. September zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Das bunte Programm am vergangenen Samstag bot eine spannende Entdeckungsreise – vom Inneren der Erde bis in die Weiten des Universums, von grundlegenden Erkenntnissen bis zu praktischen Anwendungen.
Zum ersten Tag der offenen Tür der vier Forschungsinstitute des Wissenschaftsparks „Albert Einstein“ kamen rund 3.500 Interessierte, darunter viele Familien und Kinder, zu Fuß oder mit dem Shuttle-Bus auf den Potsdamer Telegrafenberg.
Das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) hatten erstmals unabhängig von der Langen Nacht der Wissenschaften und komplementär zum Potsdamer Tag der Wissenschaften ihre Tore für alle geöffnet. Sie ermöglichten einzigartige Einblicke in aktuelle Spitzenforschung zu vielfältigen Themen rund um die Erde – von ihren dynamischen Tiefen und Höhen mit den Ozeanen und Polarregionen, über den Klimawandel und seine Folgen bis in den nahen und fernen Weltraum.
Das Programm umfasste rund 70 Beiträge und Stationen – von Präsentations- und Info-Ständen über Experimentierstationen und Laborführungen bis hin zu Vorträgen und Führungen über den historischen Wissenschaftscampus.
Die Besucher:innen staunten, fragten, diskutierten, spielten und nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und selber zu experimentieren. Viele Potsdamer:innen waren zum erstem Mal auf dem Telegrafenberg, andere freuten sich, wieder einmal da zu sein; einige Besuchende waren extra angereist – aus dem weiteren Berlin-Brandenburger Umland, sogar aus Hamburg, manche feierten den Kindergeburtstag mit der Forschungsrallye für Kinder, deren erfolgreicher Abschluss mit kleinen Preisen belohnt wurde. Es boten sich auch Einblicke in die vielfältigen Karrierewege, die die Forschungseinrichtungen als bedeutende Arbeitgeber der Region bieten, sei es in der Administration, im technischen Bereich oder in der Wissenschaft.
Prof. Dr. Susanne Buiter, Wissenschaftliche Vorständin des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung, resümiert:
„Wir freuen uns, dass so viele Besucher:innen auf den Telegrafenberg gekommen sind, um ‚Wissenschaft made in Potsdam‘ zu entdecken, selbst aktiv zu werden und mit uns ins Gespräch zu kommen. Der Austausch mit allen Teilen der Gesellschaft ist ein essenzieller Teil unserer Arbeit. Unsere Botschaft ist daher klar: Forschung findet nicht ‚da oben auf dem Berg‘ statt, sondern ist mit ihren Fragen, Themen und Lösungen nah am Leben der Menschen und eine wichtige Grundlage für die Fortentwicklung unserer Gesellschaft und den Erhalt eines lebensfreundlichen Planeten. Mit Events wie diesem bieten wir wertvolle Einblicke in die Prozesse, die hinter wissenschaftlicher Erkenntnis stecken. Sie zeigen, wie vielfältig die Menschen und ihre Tätigkeiten und Berufe sind, die dazu beitragen.“
Dr. Bettina Hörstrup, Administrative Direktorin des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), erklärt:
„Das Potsdam-Institut trägt unsere Stadt im Namen – und die lokale und regionale Verortung ist für uns bei aller internationalen Aktivität von großer Bedeutung. Mit großer Freude durften wir jetzt erleben, wie lebendig diese Beziehung ist. Unsere Forschenden berichteten am Tag der offenen Tür von bis auf den letzten Platz gefüllten Räumen bei den Vorträgen und Mitmachaktionen sowie von zahlreichen und zum Teil langen und intensiven Gesprächen an den Infoständen. Wir bedanken uns für die Neugier der vielen Menschen aus Potsdam, Brandenburg und Berlin, für diesen unvergesslichen Tag.“
Prof. Dr. Bernhard Diekmann, Leiter der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), sagt:
„Ich freue mich sehr, dass wir 3500 Besucherinnen und Besucher zum ,Tag der Offenen Tür‘ bei uns auf dem Telegrafenberg begrüßen durften. Mit Experimenten, Spielen, aktuellen Infos aus unserer Wissenschaft und zahlreichen Vorträgen konnten wir nicht nur die ganze Bandbreite unserer Wissenschaft vorstellen. Es entwickelten sich auch viele spannende Gespräche mit kleinen und großen Besuchern – bei der Anprobe von Polaranzügen, bei den Permafrost-Installationen oder an den aufgebauten Messstationen. Genau solche Gespräche sind in den herausfordernden Zeiten, in denen wir leben, so wichtig. Wir alle erleben gerade einen umfassenden Wandel unserer Welt. Diesen mit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erklären, ist wichtiger denn je. Im unmittelbaren Austausch mit unseren Besucherinnen und Besuchern hat das enorm viel Spaß gemacht. Wir freuen uns schon jetzt aufs nächste Mal.“
Wolfram Rosenbach, Administrativer Vorstand des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), resümiert:
„Es ist schön zu erleben, wie positiv die interdisziplinäre Zusammenarbeit vier verschiedener Institute auf dem Telegrafenberg angenommen wird. Der Tag der offenen Tür auf dem Telegrafenberg bringt die Perspektiven verschiedener Forschungsthemen zusammen – gemeinsam entsteht daraus ein Programm, das die ganze Vielfalt des Wissenschaftsstandorts zeigt. Besonders gefreut hat mich, mit wie viel Neugier die Besucherinnen und Besucher der Forschung in Potsdam begegnen. Der direkte Austausch, die vielen Fragen und die Begeisterung haben den Tag damit für uns zu etwas Besonderem gemacht.“
Weitere Informationen
https://www.gfz.de/veranstaltungen/tag-der-offenen-tuer
Bilder
Etwa 3500 Besucherinnen und Besucher strömten zum Tag der offenen Tür auf den Telegrafenberg
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Die Institutsleitungen der vier Forschungsinstitute auf dem Telegrafenberg
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Der Einsteintrum erfreute sich großer Beliebtheit beim Tag der offen Tür
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Viele Potsdamer und Potsdamerinnen waren zum erstem Mal auf dem Telegrafenberg, andere freuten sich, wieder einmal da zu sein.
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