Tag des offenen Denkmals am 13. September

10. September 2015. Am 13. September um 10 Uhr wird der Tag des offenen Denkmals für Potsdam im Großen Refraktor auf dem Telegrafenberg von Oberbürgermeister Jann Jakobs eröffnet. Der Förderverein Großer Refraktor bietet Führungen zu den astrophysikalischen Höhepunkten des Telegrafenbergs sowie Erläuterungen zum Teleskop an.
Tag des offenen Denkmals am 13. September

Der Große Refraktor (Foto: Dr. Bauers)

2015 steht der Denkmaltag unter dem bundesweiten Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ und rückt technische Denkmale in den Vordergrund. Der Große Refraktor stellt als viertgrößtes Linsenteleskop der Welt ein Denkmal der feinmechanisch optischen Industrie und der Anfänge astrophysikalischer Forschung Ende des 19. Jahrhunderts dar.

Eingeweiht wurde der Große Refraktor im Jahr 1899 durch Kaiser Wilhelm den II. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurde das Gebäude durch einen Luftangriff schwer beschädigt. In den Nachkriegsjahren fanden sich engagierte Wissenschaftler und Ingenieure, die eine Wiederinstandsetzung des Refraktors ermöglichten. Erst 1968 wurde die wissenschaftliche Arbeit am Instrument vollständig eingestellt.

Im März 1997 konstituierte sich der Förderverein Großer Refraktor Potsdam e.V., um den stillgelegten Großen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg vor dem fortschreitenden Verfall zu retten. Seit der feierlichen Wiedereinweihung des Teleskops im Mai 2006 finden regelmäßig Beobachtungsabende und öffentliche Veranstaltungen im Refraktor statt.

Der Denkmaltag findet in Potsdam im Rahmen des Potsdamer Dreiklangs gemeinsam mit dem Jazz-Fest und der Kunst-Genuss-Tour statt. 50 denkmalgeschützte Gebäude sind am 13. September zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Informationen zum Programm in Potsdam am Tag des offenen Denkmals sind auf www.potsdamer-dreiklang.de veröffentlicht. Zu der deutschlandweiten Veranstaltung und auch zum Programm in Potsdam gibt es Informationen auf www.tag-des-offenen-denkmals.de.

 

Anfahrtsbeschreibung Telegrafenberg


Pressekontakt: Dr. Janine Fohlmeister, presse@aip.de, 0331-7499 802

 

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.