Glasfasern werden zu Messinstrumenten

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Im Rahmen des bundesweiten Girls Days / Zukunftstages wurde am AIP die Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2011” der Initiative „Deutschland Land der Ideen“ verliehen (v.l.n.r.: Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Juliane von Trotha, Marion Hanisch, Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben, Prof. Dr. Martin Roth, Prof. Dr. Bernd Walz).

Bild: Madleen Köppen/AIP
14. April 2011 //

innoFSPEC Potsdam – Zentrum für Innovationskompetenz am AIP ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ und öffnete zum Girls’ Day am AIP seine Türen.

Das Forschungszentrum innoFSPEC des Astrophysikalischen Instituts Potsdam (AIP) und der Universität Potsdam ist Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. innoFSPEC hat mit der faseroptischen Spektroskopie und Sensorik einen neuen, interdisziplinären Forschungsansatz begründet. Erkenntnisse aus Astrophysik und Physikalischer Chemie befördern die Entwicklung innovativer Messverfahren mithilfe von Glasfasern und eröffnen neue Ansätze für andere Wissenschaftsbereiche wie Medizintechnik und Umweltforschung.

Marion Hanisch von der Deutschen Bank in Potsdam zeichnete heute das Forschungsprojekt als „Ausgewählten Ort 2011“ im Rahmen des bundesweiten Girls’ Days und Zukunftstag am AIP aus, zu dem 30 Schülerinnen und Schüler mit Licht und Fasern in den Labors des Astrophysikalischen Instituts Potsdams experimentierten. Damit ist innoFSPEC einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“, gemeinsam mit der Deutschen Bank, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, prämiert werden.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Marion Hanisch: „Das junge Forschungszentrum innoFSPEC ist ein herausragendes Beispiel für den Innovationsstandort Deutschland und dafür, wie gute Ideen dank interdisziplinärer Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt werden können.“

Martin Roth, Initiator von innoFSPEC und Professor der Universität Potsdam kommentierte: „Wir sind stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Die Auszeichnung ist aber auch Ansporn für neue Anstrengungen in der Spitzenforschung in unseren Labors in Golm und Babelsberg.“

Aus 2.600 eingereichten Bewerbungen überzeugte innoFSPEC die unabhängige Jury und repräsentiert mit seiner zukunftsfähigen Idee Deutschland als das „Land der Ideen“.

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2022