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Dr. Andreas Schulze mit Michelson-Preis ausgezeichnet

5. November 2012. Andreas Schulze, ehemaliger Doktorand am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), erhält den Michelson-Preis der Universität Potsdam. Er wird ausgezeichnet für seine Arbeit zum Thema „Demographics of Supermassive Black Holes“. Die Dissertation wurde mit summa cum laude bewertet.
Dr. Andreas Schulze mit Michelson-Preis ausgezeichnet

Dr. Andreas Schulze. Foto: privat

Der Wissenschaftler ging der Frage nach, wie supermassereiche Schwarze Löcher im Universum verteilt sind und wie sie über kosmische Zeitskalen wachsen. Supermassereiche Schwarze Löcher, mit einer Masse von einigen Millionen bis zu mehreren Milliarden Sonnenmassen, befinden sich im Zentrum von massereichen Galaxien und wechselwirken mit ihnen. Für das Bild der Entstehung und Entwicklung von Galaxien ist es daher unerlässlich, das Wachstum von Schwarzen Löchern sowie die Verbindung zu ihren Galaxien zu verstehen. Deshalb hat Andreas Schulze eine Volkszählung relativ naher aktiver Schwarzer Löcher durchgeführt. Seine Doktorarbeit wurde von Prof. Dr. Lutz Wisotzki betreut, der am AIP die Forschungsabteilung "Galaxien und Quasare" leitet.

Der Preisträger arbeitet derzeit als Postdoctoral Fellow am Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics at Peking University in China. Den Preis teilt sich Andreas Schulze mit Dr. Eva-Theresa Pyl, die für ihre Doktorarbeit aus dem Bereich der Molekularen Pflanzenphysiologie ausgezeichnet wird.

Der Preis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert und nach dem Physiker und Nobelpreisträger Albert Abraham Michelson benannt, der in Potsdam bahnbrechende Forschungsergebnisse erzielte. Der Preis wurde mit Unterstützung der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam ausgelobt.

 

Pressekontakt: Kerstin Mork, presse@aip.de, 0331-7499 469

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP dabei im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.