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Nature-Artikel zur Planetenhäufigkeit in- und außerhalb offener Sternhaufen

27. Juni 2013. Astronomen ist es gelungen, nachzuweisen, dass Planeten ebenso häufig in- wie außerhalb von Sternhaufen vorkommen. Die Entdeckung zweier Planeten im offenen Sternhaufen NGC 6811 durch das Team um Soeren Meibom vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge belegt dies. Zudem konnten die Astronomen, unter ihnen auch Sydney Barnes vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), das Alter dieser Planeten klar eingrenzen. Die Ergebnisse sind jetzt im Nature Magazin erschienen.
Nature-Artikel zur Planetenhäufigkeit in- und außerhalb offener Sternhaufen

NGC 6811: Helligkeit und Rotationsperiode. (Bild: AIP).

Die Planeten wurden dank des Kepler Teleskops entdeckt. Kepler ermöglicht es, marginale Verdunklungseffekte wie sie entstehen, wenn ein Planet an einem Stern vorbeizieht, zu messen und so die Größe der Planeten zu bestimmen. Die beiden Planeten Kepler-66 und Kepler-67 sind demnach etwa je dreimal so groß wie die Erde bzw. annähernd so groß wie Neptun.

Das Alter der Planeten konnte durch die langjährige vorausgegangen Untersuchung des Sternhaufens NGC 6811 auf rund eine Milliarde Jahre bestimmt werden. Neben dem Kepler-Teleskop griffen die Astronomen dafür auf die Methoden der bodengebundenen Photometrie zurück, mit der es möglich ist die Rotationsperioden der Sterne und Planeten zu messen.

Kepler hat in NGC 6811 mehr als 370 Sterne beobachtet. Nach der jetzigen Planeten-Entdeckung sehen sich die Astronomen in ihrer Vermutung bestärkt, dass Planeten ebenso häufig in- wie außerhalb von Sternhaufen vorkommen und auch die Eigenschaften dieser Planeten sich gleichen.

 

Nature-Artikel (englisch)

Presse-Meldung des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

 

Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Sydney Barnes, 0331-7499-379, sbarnes@aip.de

Pressekontakt: Kerstin Mork, 0331-7499 379, presse@aip.de

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP dabei im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.