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Tenerife

Sonnenteleskop GREGOR zur Reifeprüfung

Sonnenteleskop GREGOR zur Reifeprüfung

 

 

Unsere Sonne ist kein ruhiger Stern: Zahlreiche Materieausbrüche, Sonnenflecken und Eruptionen charakterisieren ihr Aktivitätsverhalten. Alle Prozesse der Sonnenaktivität und deren Einwirkung auf die Erde werden durch das Magnetfeld der Sonne bestimmt. Aus diesem Grund haben es sich die Sonnenphysiker des Astrophysikalischen Instituts Potsdam (AIP) zum Ziel gesetzt, selbst die kleinsten Strukturen in der Sonnenatmosphäre genau zu untersuchen. Hierfür ist es nötig, Größenordnungen von unter 100 km auf sehr kurzen Zeitskalen auflösen zu können. Dies ist mit Teleskopen sehr großer Öffnung erreichbar. Sie sammeln in sehr kurzer Zeit ausreichend Licht, um die solaren Prozesse mit hinreichender Genauigkeit erforschen zu können.

Auf der Hochebene am Fuße des Vulkans Teide auf Teneriffa herrschen ideale Bedingungen für Sonnenbeobachtungen. Seit 2000 wird dort das Sonnenteleskop GREGOR gebaut. Der Name rührt daher, dass es sich um ein vom schottischen Astronomen James Gregory entwickelten Teleskoptyp handelt. Dieses dann leistungsfähigste Sonnenteleskop der Welt wird gemeinsam vom Astrophysikalischen Institut Potsdam, dem Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik in Freiburg und der Universitätssternwarte Göttingen gebaut. Mit seinem 1,5-m-Hauptspiegel wird GREGOR genauso groß wie das weltweit größte Sonnenteleskop, das 40 Jahre alte McMath-Pierce-Teleskop auf dem Kitt Peak in Arizona, USA, sein. Jedoch verfügt GREGOR über modernste Technologien, so dass es seinem amerikanischen Vorgänger weit überlegen sein wird.

Am 1. Juli kommen die Bestandteile für GREGOR zum ersten Mal auf den Prüfstand: Bei MAN in Gau-Odernheim in der Nähe von Mainz werden Wissenschaftler und Techniker der beteiligten Institute zusammen kommen, um die einzelnen Komponenten strengen Tests zu unterziehen, bevor sie endgültig zum Aufbau nach Teneriffa gelangen. Ab Mitte 2005 sollen dann mit GREGOR am Fuß des Teide die Magnetfelder sowie Gasbewegungen in Photo- und Chromosphäre der Sonne mit einer Auflösung von 70 km untersucht werden.

 

Abb. 1: Auf den östlichen Ausläufern des Vulkans Teide auf der Kanareninsel Teneriffa bieten sich ideale Beobachtungsbedingungen für Astronomen. Dort wird GREGOR arbeiten. (Bild: IAC)

 

Abb. 2: Neben GREGOR arbeiten Wissenschaftler des AIP arbeiten bereits am hier abgebildeten Vakuum-Turm-Teleskop, mit dem z.B. Magnetfelder der Sonne beobachtet werden können, und am Projekt STELLA, einem robotischen Doppelteleskop. Im Hintergrund ist der Vulkan Teide zu sehen. (Bild: J. Rendtel, AIP)

 

Abb. 3: Der Abteilungsleiter Forschungstechnik, Emil Popow, bei Montagearbeiten für GREGOR im Optiklabor des Astrophysikalischen Institutes Potsdam. (Bild: AIP)

 

 

Beleg bitte senden an:

 

Astrophysikalisches Institut Potsdam

Stephanie Scholz

An der Sternwarte 16

14482 Potsdam

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